Krista Aru
estnische Journalismushistorikerin, Museologin und Politikerin
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Krista Aru (geb. Muldma, * 1. August 1958 in Pagari, Estland; † 25. Februar 2025 in Tartu) war eine estnische Journalismushistorikerin, Museologin und Politikerin.

Leben und beruflicher Werdegang
Aru machte 1976 Abitur und studierte anschließend an der Universität Tartu Journalistik. Nach ihrem Abschluss (1981) arbeite sie bis 1993 an der Abteilung für Journalismus als Assistentin und Lektorin für Journalismusgeschichte. Nach zwei Jahren beim Rundfunk wurde sie 1995 Direktorin des Estnischen Literturmuseums, was sie bis 2005 blieb. Von 2006 bis 2012 war sie Direktorin des Estnischen Nationalmusseums und von 2019 bis 2024 der Universitätsbibliothek Tartu. In der Zwischenzeit war sie von 2015 bis 2019 Abgeordnete im Estnischen Parlament. 2010 wurde sie am Estnischen Humanistischen Institut in Tallinn mit einer Arbeit über die Zeitung Postimees[1] zum Dr. phil. promoviert.
Wissenschaftliches Werk
In ihrer Forschung konzentrierte sich Aru auf die Entwicklung der estnischen Presse. Dabei deckte sie das gesamte Spektrum vom ersten estnischsprachigen Periodikum aus dem Jahre 1766 (Lühhike öppetus) bis ins 21. Jahrhundert hinein ab. Ihrer Feder entstammt auch der ausführliche deutschsprachige Überblick in der Einleitung zum entsprechenden Band der estnischen retrospektiven Nationalbibliographie: „Die estnische Presse in den Jahren 1766–1940“.[2]
Auszeichnungen
- 2000 Orden des weißen Sterns, III. Klasse
- 2004 Preis des Kulturkapitals
- 2021 Jaan-Kross-Literaturpreis
- 2025 Ehrenbürgerin von Tartu
Bibliografie (Auswahl)
- (gemeinsam mit Juhan Peegel, Sergei Issakov, Ea Jansen und Epp Lauk:) Eesti ajakirjanduse teed ja ristteed. Eesti ajakirjanduse arengust (XVII sajandist XX sajandini). Tartu, Tallinn: Tartu ülikooli ajakirjandusosakond 1994. 352 S.
- (gemeinsam mit Aavo Kokk:) "Päevaleht" ja tema ajastu. s.l.: Eesti Päevaleht 2005. 251 S.
- Jaan Tõnisson – rahvajuht ja riigivanem. 1. osa. Tartu: Rahvusarhiiv 2019. 511 S.
- Jaan Tõnisson – rahvajuht ja riigivanem. 2. osa. Tartu: Rahvusarhiiv 2019. S. 517–991.
Literatur zur Person
- Kärt Hellerma: „Mul on olnud väga huvitav elu …“ In memoriam Krista Aru, in: Keel ja Kirjandus 4/2025, S. 359–363.
Weblinks
- Literatur von und über Krista Aru im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek