Krosnowo
Siedlung in Polen
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Krosnowo (deutsch Kroßnow) ist ein Dorf in der Gmina Borzytuchom im Powiat Bytowski in der polnischen Woiwodschaft Pommern.
| Krosnowo | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Bytów | |
| Gmina: | Borzytuchom | |
| Geographische Lage: | 54° 14′ N, 17° 22′ O | |
| Einwohner: | 204 (2021[1]) | |
Geographische Lage
Das Dorf liegt im östlichen Hinterpommern, an der Słupia, etwa elf Kilometer nordnordwestlich der Stadt Bytów, 4,5 Kilometer nördlich des Kirchdorfs Borzytuchom und drei Kilometer nordwestlich des Dorfs Osieki.
Das Dorf befindet sich im Tal der Słupia. Links oberhalb des Dorfkerns mündet der Krosnowoer-Bach in die Słupia.
Geschichte

In einem Übergabe-Protokoll des Deutschen Ordens beim Pflegerwechsel des Jahres 1387 in Butow wird das Dorf Cruſſnow genannt.[2] Aus dem Jahr 1628 ist die Ortsbezeichnung Croſsnou überliefert.[3] Es ist vermutet worden, dass vergleichbaren Ortsnamen das polnische Wort krosno, für Webstuhl, zugrunde liegen könnte.[4]
Vor der kurbrandenburgischen Besitzergreifung des Landes Bütaw am 18. Juni 1658 hatte Kroßnow einen Freischulzen-Hof, zehn Bauernhöfe, einen Ketner (Kesselflicker) und eine Mühle, die vom Müller gepachtet war. Infolge des neuesten Kriegs war ein Bauernhof zerstört worden, und an Vieh waren im Dorf nur noch sechs Pferde, 18 Ochsen und acht Kühe vorhanden.[5] Um 1782 hatte Kroßnow an landwirtschaftlichen Betrieben einen Freischulzen-Hof und zehn Bauernhöfe.[6] Die Mühle, eine Wassermühle, war im Ortsteil Elisabethsthal und wurde vom Bütow-Bach angetrieben. Sie hatte die Einwohner von Kroßnow und drei Bauern aus Wusseken zu Zwangsmahlgästen.[7]
Nachdem das alte Schulhaus baufällig geworden war, ließen die Landwirte des Dorfs im Jahr 1826 auf einem aus eigenen Mitteln angekauften Grundstück ein neues Schulgebäude mit einem mit Bäumen bepflanzten Schulhof sowie einem 1 ½ Morgen großen Garten für den Lehrer errichten.[8] Die Schule für beide Geschlechter war einklassig und hatte um 1858 sechzig Schüler.[9]
Im Jahr 1875 wurden Dorfstraßenplätze, die bisher zum fiskalischen Gutsbezirk des königlichen Domänen-Rentamts Bütow gehört hatten, in den Gemeindebezirk Kroßnow eingegliedert.[10]
Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 954,9 Hektar großen Gemarkung der Landgemeinde Kathkow 63 viehhaltende Haushaltungen gezählt, die zusammen 66 Pferde, 271 Stück Rindvieh, 95 Schafe und 356 Stück Borstenvieh hielten.[11]
Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Kroßnow eine Flächengröße von 9,5 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 61 bewohnte Wohnhäuser an zwei verschiedenen Wohnplätzen:[12]
- Elisabethsthal
- Kroßnow
Um 1935 hatte Kroßnow unter anderem einen Gasthof, einen Gemischtwarenladen, eine Mühle und eine Schmiede.[13]
Bis 1945 bildete Kroßnow eine Landgemeinde im Landkreis Bütow im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Kroßnow war dem Amtsbezirk Meddersin zugeordnet. Das Standesamt befand sich in Meddersin.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Region im März 1945 durch die Roten Armee besetzt. Infolge des Krieges wurde der Ort Teil Polens und in Krosnowo umbenannt.
- Gebäude im Dorf
- Wohnhaus (2022)
- Fachwerkhaus (2022)
- Gehöft (2022)
- Dorfstraße (2022)
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1782 | – | Dorf, mit einem Freischulzen-Hof, zehn Bauernhöfen, einem Kossäten, einem Schulmeister, einem Schmied, einem Freischulzen-Katen und zwanzig Feuerstellen (Haushaltungen), eingepfarrt zu Borntuchen[6] |
| 1818 | 140 | Dorf und Mühle, königliche Besitzung, zum Kirchspiel Bütow gehörig[14] |
| 1825 | 150 | Dorf, mit der Försterei Camenz und einer Wassermühle[15] |
| 1852 | 376 | Dorf[16] |
| 1864 | 445 | am 3. Dezember, Gemeindebezirk[17] |
| 1867 | 442 | am 3. Dezember, Landgemeinde[18] |
| 1871 | 438 | am 1. Dezember, Landgemeinde, sämtlich Evangelische[18] |
| 1885 | 463 | am 1. Dezember, Landgemeinde, sämtlich Evangelische[19] |
| 1895 | 391 | am 2. Dezember, Landgemeinde, sämtlich Evangelische[20] |
| 1910 | 420 | am 1. Dezember[21] |
| 1925 | 393 | Landgemeinde, in 75 Haushaltungen, darunter 379 Evangelische und elf Katholiken[12] |
| 1933 | 361 | [22] |
| 1939 | 246 | [22] |
| 2011 | 199 | [23] |
| 2021 | 204 | [1] |
Kirche
In Kroßnow stellten bis etwa 1945 evangelische Christen die Bevölkerungsmehrheit. Diese waren nach Borntuchen eingepfarrt. Das katholische Kirchspiel war in Bütow. Seit 1945 gehören die Dorfbewohner mehrheitlich der Römisch-katholischen Kirche in Polen an. Das polnische evangelische Kirchspiel ist in Bütow.
Weblinks
- Die Gemeinde Krossnow im ehemaligen Kreis Bütow in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)
- Historische Ortsbeschreibungen Kreis Bütow: Kroßnow (buetow-pommern.info)
