Kumilla

Stadt in Bangladesch From Wikipedia, the free encyclopedia

Kumilla (bengalisch কুমিল্লা, Kumillā; englisch:Comilla) ist eine ca. 450.000 Einwohner zählende Großstadt im südöstlichen Bangladesch; es ist die siebtgrößte Stadt des Landes.

Schnelle Fakten কুমিল্লা, Basisdaten ...
কুমিল্লা
Kumilla
Kumilla (Bangladesch)
Kumilla (Bangladesch)
Kumilla
Koordinaten 23° 27′ 40″ N, 91° 10′ 50″ O
Basisdaten
Staat Bangladesch
Division Chittagong
Distrikt Kumilla
Höhe 72 m
Fläche 52,3 km²
Einwohner 440.233 (2022)
Dichte 8.417,5 Ew./km²
Kumilla City
Kumilla City
Kumilla City
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Lage und Klima

Die Stadt Kumilla liegt auf dem Südufer des Gomati-River in einer Höhe von ca. 72 m kurz vor der Grenze zum nordostindischen Bundesstaat Tripura. Dhaka, die Hauptstadt Bangladeschs, ist ca. 110 km in nordwestlicher Richtung entfernt; die Hafenstadt Chittagong liegt ca. 150 km südlich. Das Klima ist meist schwülwarm; Regen (ca. 2000–3000 mm/Jahr) fällt hauptsächlich während der sommerlichen Monsunzeit.

Bevölkerung

Jahr1991200120112021
Einwohner183.199224.782326.386440.233[1]

Die zumeist aus Bengalis und Tripuris bestehende Bevölkerung besteht zu etwa 95,5 % aus Moslems und nur zu ca. 4 % aus Hindus; man spricht zumeist Bengali und Kokborok, aber auch Englisch wird von vielen verstanden.

Wirtschaft

Die die Stadt umgebenden Agrarflächen bilden die Lebensgrundlage der Stadt; sie liefern überdies Baumwolle und Jute, die in den Industriebetrieben der Stadt weiterverarbeitet werden.

Geschichte

Die Region war etwa vom 4. bis 13. Jahrhundert Bestandteil des Samatata-Kleinkönigreiches, welches zeitweise unter die Kontrolle anderer nordindischer Großreiche (z. B. des Gupta-Reichs) geriet. Samatata endete mit der Eroberung durch den Islam im frühen 13. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert entstand das Königreich Tripura, welches in der Mitte des 18. Jahrhunderts unter die Oberherrschaft der Briten kam. Im Zuge der Unabhängigkeit Indiens (1947) wurde ein neuer Staat mit Namen Pakistan geschaffen, zu dem auch das heutige Bangladesch gehörte, welches im Jahr 1971 seine Selbständigkeit erlangte.

Sehenswürdigkeiten

  • In der Stadt gibt es ein Marine- und ein Militärmuseum sowie eine Fachhochschule für ländliche Entwicklung. Außerdem hat die Stadt einen Zoo und Botanischen Garten.
Umgebung
  • In einem Vorort Kumillas befindet sich ein Soldatenfriedhof (Commonwealth War Cemetery Memorials).
  • Ca. 14 km nordwestlich des Stadtzentrums befinden sich die Ruinen der ehemals bedeutsamen Stadt Mainamati.

Persönlichkeiten

Commons: Kumilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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