Kunzea

Gattung der Familie Myrtengewächse (Myrtaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Kunzea ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Etwa 52 Arten stammen ursprünglich aus Australien, zehn Arten besitzen natürliche Vorkommen in Neuseeland.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Kunzea

Kunzea ambigua

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Leptospermeae
Gattung: Kunzea
Wissenschaftlicher Name
Kunzea
Rchb.
Schließen

Beschreibung

Blüten von Kunzea rupestris
Kapselfrüchte von Kunzea ambigua

Erscheinungsbild und Blätter

Kunzea-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen von 0,3 bis 4 Metern erreichen.[1] Sie enthalten ätherische Öle.[2]

Die bei den meisten Arten wechselständig, bei wenigen Arten gegenständig (siehe auch Artepitheton von Kunzea opposita) an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind gestielt oder sitzend.[1] Die krautigen oder ledrigen, einfachen Blattspreiten sind behaart oder kahl, drüsig punktiert und duften aromatisch. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.[2]

Blütenstände und Blüten

Die meist pseudoendständigen, kopfartigen Blütenstände enthalten mehr oder weniger sitzende Blüten, seltener sind die Blüten gestielt und stehen einzeln oder in Bündeln zu zweit bis dritt in den Blattachseln. Die Tragblätter sind manchmal vergrößert und bilden eine Hülle (Involucrum).[1] Es sind früh abfallende Deckblätter vorhanden.[2]

Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der freie, kahle oder behaarte Blütenbecher (Hypanthium) ist glockenförmig, meist breit becherförmig, oder kugel- bis eiförmig.[2] Der freie Bereich des Blütenbechers überragt meist das obere Ende des Fruchtknotens weit. Die fünf krautigen Kelchblätter sind grün, eiförmig bis dreieckig und höchstens so lang wie die Kronblätter. Die fünf freien, kurz genagelten Kronblätter sind eben, verkehrt-eiförmig bis kreisförmig. Die Farben der Blütenkronblätter reichen von weiß bis gelb und rosa- bis purpurfarben. Die Staubblätter sind so in der Knospe nach innen gekrümmt, dass sich die Staubbeutel unterhalb der Narbe befinden. Die vielen, mehr oder weniger gleichen (20 bis 100) Staubblätter sind in einem oder mehr Kreisen angeordnet, in einem Ring am Blütenbecher inseriert und überragen die Kronblätter. Die fadenförmigen Staubfäden untereinander frei und nicht mit den Kronblättern verwachsen. Die alle gleichen Staubbeutel sind nicht aufrecht, besitzen zwei parallele Theken und öffnen sich mit longitudinalen Schlitzen. Es ist ein Diskus vorhanden. Meist zwei oder drei Fruchtblätter sind zu einem zwei- oder dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. In apikaler Plazentation sind einige hängende, anatrope Samenanlagen angeordnet oder es liegt zentralwinkelständige Plazentation mit vielen anatropen Samenanlagen vor.[1] Der Griffel ist viel länger als der Fruchtknoten. Die kopfige oder schildförmige (peltate) Narbe überragt die Kronblätter.[2]

Früchte und Samen

Die Kapselfrüchte sind meist fachspaltig = lokulizid, aber sie öffnen sich bei einigen Arten nicht. Der Blütenkelch ist an den Früchten noch vorhanden.[1] Nur bei Kunzea pomifera ist die Kapselfrucht fleischig. Die relativ kleinen Samen enthalten kein Endosperm.[2]

Ökologie

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie).[2]

Zweig mit Laubblättern und Blüten von Kunzea ambigua
Zweig mit Laubblättern und Blüten von Kunzea baxteri
Habitat von Kunzea ericoides
Zweig mit Laubblättern und Blüten von Kunzea jucunda
Zweig mit Blüten von Kunzea parvifolia

Systematik und Verbreitung

Related Articles

Wikiwand AI