Kupferwolframat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kupferwolframat ist eine anorganische chemische Verbindung des Kupfers aus der Gruppe der Wolframate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Kupferion Orthowolframation
Allgemeines
Name Kupferwolframat
Andere Namen
  • Kupferwolframoxid
  • Kupfer(II)-wolframat
Summenformel CuWO4
Kurzbeschreibung

geruchloser gelb-brauner Feststoff[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13587-35-4
EG-Nummer 237-022-7
ECHA-InfoCard 100.033.642
PubChem 22221750
Wikidata Q18211785
Eigenschaften
Molare Masse 311,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

7,5 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

930 °C[4]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302332315319335
P: 261280305+351+338304+340405501[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Kupferwolframat kommt natürlich in basischer Form als Mineral Cuprotungstit (englisch auch Cuproscheelite;[5]; Cu2+3(WO4)2(OH)2[6]) vor.

Gewinnung und Darstellung

Kupferwolframat kann durch Reaktion von Kupfernitrat mit Natriumwolframat in wässriger Lösung gewonnen werden.[7]

Es kann auch durch Reaktion von Kupfer(II)-oxid mit Wolfram(VI)-oxid bei 600 bis 800 °C dargestellt werden.[4]

Eigenschaften

Kupferwolframat ist ein geruchloser gelbbrauner Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Das Dihydrat ist grünlich und ändert seine Farbe auf braun bis grau-gelb bei Erhitzung über 340 °C unter Kristallwasserabgabe.[4] Das Anhydrat besitzt eine trikline Kristallstruktur, die einer verzerrten Wolframitstruktur ähnelt mit der Raumgruppe P1 (Raumgruppen-Nr. 2)Vorlage:Raumgruppe/2 und a = 0,47026 nm, b = 0,58389 nm, c = 0,48784 nm, α = 91,788°, β = 92,469°, γ = 82,805°, Z = 2.[8][9] Das Anhydrat besitzt zwei Hochdruckmodifikationen, die ab etwa 9 und 18 GPa auftreten. Das monokline Dihydrat (Wolframitstruktur) behält seine Kristallstruktur bis mindestens 40 GPa.[10]

Verwendung

Kupferwolframat-Nanopulver wird für Superkondensatoren und als Anodenmaterial in Lithiumionenakkumulatoren (Lithiumchlorat und Lithiumphosphoroxynitrid) eingesetzt. Dünne Schichten aus Kupferwolframat werden für Stickstoffmonoxid-Messungen verwendet.[1] Es wird auch in Atomreaktoren und als Katalysator in der Polyesterherstellung eingesetzt.[3] Es wird auch als Photokatalysator (es ist ein n-Halbleiter mit einer Bandlücke von 2,25 eV) verwendet.[11]

Einzelnachweise

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