Kurt Equiluz

österreichischer Kammersänger (Tenor) From Wikipedia, the free encyclopedia

Kurt Equiluz (* 13. Juni 1929 in Wien; † 20. Juni 2022[1] ebenda[2]) war ein österreichischer Kammersänger (Tenor). Bekanntheit erlangte er vor allem als Evangelist in Johann Sebastian Bachs Passionen und als Solotenor in Bachkantaten.

Leben

In seiner Jugend war er bei den Wiener Sängerknaben und wurde dort Altsolist.[3] Nach dem Stimmbruch gehörte er der Rundfunkspielschar an, danach sang er im Grossmann-Kammerchor unter der Leitung von Ferdinand Grossmann. An der Staatsakademie für Musik in Wien studierte er zunächst Harfe. Ab 1950 war Equiluz Mitglied des Wiener Staatsoper,[3] 1956 bekam er einen Solovertrag. Er sang dort vornehmlich im Buffo-Fach Partien von Mozart bis Strawinsky unter Dirigenten wie Herbert von Karajan, Georg Solti und Karl Böhm.[4][5] Nach einer komplizierten Meniskusoperation musste er 1983 an der Wiener Staatsoper in Pension gehen.

Von 1981 bis 1998 war Equiluz Professor an der Wiener Musikhochschule (Lied und Oratorium).[3] Bei ihm studierten zum Beispiel Kurt Azesberger, Johannes Chum,[6] Cesar Gutierrez,[7] Arno Raunig und Terry Wey.[8] Equiluz gab Meisterkurse, so im Jahr 2019 bei den Internationalen Meisterkursen in Mistelbach.[9] Seine Meisterkurse wurden unter anderem von Matthias Bleidorn,[10] Konrad Huber[11] und Christian Voigt[12] besucht.

Kurt Equiluz war zwei Mal verheiratet und hatte vier Kinder, von denen zwei ebenfalls Sänger geworden sind. Er wurde auf dem Südwestfriedhof in Wien bestattet.[13]

Auftritte

Beispiele:

Diskografie & Filmografie

Literatur

  • Gregor Hauser: Magische Töne. Österreichische Tenöre der Nachkriegszeit. Verlag Der Apfel, Wien 2020, ISBN 978-3-85450-019-3. S. 147–152.

Einzelnachweise

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