Kurtscheid

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Kurtscheid ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Kurtscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kurtscheid hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 32′ N,  28′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Rengsdorf-Waldbreitbach
Höhe: 386 m ü. NHN
Fläche: 5,1 km²
Einwohner: 1016 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56581
Vorwahl: 02634
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Westerwaldstraße 32–34
56579 Rengsdorf
Website: www.kurtscheid.de
Ortsbürgermeisterin: Melanie Anhäuser
Lage der Ortsgemeinde Kurtscheid im Landkreis Neuwied
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Ortseingang Kurtscheid

Geographie

Der Ort liegt im Naturpark Rhein-Westerwald nördlich von Ehlscheid. Mit seiner bis auf knapp 395 m ü. NHN reichenden zusammenhängenden Bebauung ist Kurtscheid der höchstgelegene Ort im Landkreis Neuwied.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1457 als Kurtschyt. Die teilweise genannte Jahreszahl 1314 ist ungesichert.[2]

In der Reformationszeit lag Kurtscheid genau auf der Grenze der Territorien des Grafen zu Wied und des Kölner Kurfürsten. 1556 schloss sich der Graf zu Wied dem evangelischen Glauben an. Während so auch die in seiner Herrschaft gelegenen Orte infolge des Augsburger Religionsfriedens protestantisch wurden, verlegten die Kurtscheider ihre elf auf wiedischen Territorium gelegenen Häuser nördlich auf die kurkölnische Seite. Fortan blieb Kurtscheid katholisch und zum benachbarten Ehlscheid bestand die nächsten Jahrhunderte eine konfessionelle Grenze.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kurtscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815338
1835285
1871350
1905387
1939441
1950492
1961592
JahrEinwohner
1970799
1987917
2005959
2011948
2017946
2022997
Einwohnerentwicklung von Kurtscheid von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Weitere Informationen Jahr, SPD ...
JahrSPDCDUGrüneFWGGesamt
20247916 Sitze[4]
201951612 Sitze[5]
201461512 Sitze
20099716 Sitze
200417412 Sitze
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  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Kurtscheid e. V.

Bürgermeister

Melanie Anhäuser wurde am 28. August 2024 Ortsbürgermeisterin von Kurtscheid.[6] Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Nachdem dieser auf seiner konstituierenden Sitzung am 10. Juli keinen Bewerber fand, wurde bei der zweiten Sitzung Melanie Anhäuser, die bei der ersten Zusammenkunft zunächst zur Ersten Beigeordneten bestimmt worden war, einstimmig zur neuen Ortsbürgermeisterin gewählt.[6][7]

Ihr Vorgänger Ferdinand Wittlich hatte das Amt seit Juli 2014 ausgeübt. Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 95,06 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Vorgänger von Ferdinand Wittlich war Heinz-Dieter Wagner, der das Amt zehn Jahre ausübte.[8][9]

Wappen

Wappen von Kurtscheid
Wappen von Kurtscheid
Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber durch eine eingebogene grüne Spitze; vorn vier rote Schrägbalken; hinten ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz; unten über goldenem Dreiberg, von diesem teils verdeckt, ein sechszackiges silbernes Zahnrad.“
Wappenbegründung: Die Schrägbalken aus dem Wappen von Wied und das Kreuz von Kurköln erinnern an die jahrhundertelange, bis zum Jahr 1803 währende Teilung des Ortes Kurtscheid in einen wiedischen und in einen kurkölnischen Ortsteil. Der Dreiberg versinnbildlicht die Lage Kurtscheids, der höchstgelegenen Gemeinde im Landkreis Neuwied und weist zugleich auf das Grundwort „-scheid“ des Ortsnamens, als Wasserscheide zwischen mehreren Zuflüssen der Wied hin. Die goldene Farbe symbolisiert den Ackerbau, das Grün den bedeutenden Waldbestand der Gemeinde. Das silberne Zahnrad steht für die früheren Silber- und Eisenerzgruben, aber auch für die heutige Industrie in der Gemeinde.

Verkehr

In Kurtscheid geboren

Commons: Kurtscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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