Kuzey Topuz
türkische Schriftstellerin und Übersetzerin
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Leben
Topuz wuchs in einer Umgebung auf, die ihre künstlerische Neigung früh förderte.[1] Sie studierte an der Film- und Fernsehabteilung der Bilgi-Universität in Istanbul, wo sie sich auf Filmtheorie konzentrierte und sowohl vor als auch hinter der Kamera aktiv war.[2] Während ihres Studiums, das sie 2018 mit einem Bachelor abschloss, begann sie, sich auch literarisch zu betätigen.[3][2] Ihre ersten literarischen Arbeiten waren Kurzgeschichten, aus denen später ein Novellenprojekt entstand.[2] Im Jahr 2020 zog sie als Stipendiatin des „Create Together“-Programms nach Deutschland, wo sie seither lebt und in Leipzig Linguistik studierte.[1][4]
Wirken
Topuz Werke wurden in verschiedenen literarischen Zeitschriften veröffentlicht, darunter Muhayyel, Cevrimdişi İstanbul und Orlando Magazine.[3][2] Ihr Schaffen ist zur Schaffung eines vielschichtigen Erlebnisses von einem experimentellen Umgang mit verschiedenen Genres und Paradigmen geprägt.[3] In ihren Werken verwendet sie Elemente wie Groschenromane, Memoiren, Zeugenaussagen, gefundene Fotografien und Großstadtlegenden, die sie in neue narrative Strukturen einbettet.[3]
In ihrem Roman Der Freund (2022) behandelt sie komplexe Fragen der Macht und des Einflusses in zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Beziehungen.[1] Der Roman, der in Fragmenten erzählt wird und eine assoziative Traumlogik aufweist, weist eine sprachliche und strukturelle Nähe zu Kafka auf.[1] Die Erzählung spiegelt auch politisch-gesellschaftliche Verhältnisse der Türkei wider, was Topuz auch zum Verlassen des Landes bewog.[1]