Kypriadou

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Kypriadou (griechisch Κυπριάδου) ehemals Alisida (griechisch Αλυσίδα)[1] ist ein Stadtviertel der griechischen Hauptstadt Athen.

Die Lage Kypriadous in Athen

Lage

Papaloukas Platz, Kypriadou (2010)

Kypriadou liegt im Norden Athens. Zu den angrenzenden Stadtvierteln und Gemeinden gehören u. a. Rizoupoli, Patisia und Galatsi.

Stadtbild

Der Stadtteil Kypriadou ist ein relativ kleines Viertel und gilt als einer der schönsten, elegantesten und historisch bedeutendsten Stadtteile Athens. Charakteristisch sind ein besonders hoher Grünflächenanteil, seine breiten Straßen mit freistehenden Häusern, zahlreiche Parks und Plätze sowie viele neoklassizistische Wohngebäude.[2] Der Stadtteil wird als eine der besten Wohngegenden Athens angesehen.

Geschichte

Kypriádou war die erste Gartenstadt Athens und galt als eine der schönsten und gesündesten Wohngegenden der Stadt. Das Viertel wurde überwiegend von Bewohnern höherer sozialer Schichten bewohnt.

Die Gründung des Stadtteils geht auf die Initiative des Agronomen und Ingenieurs Epameinondas Kypriádis zurück, nach dem das Viertel benannt wurde. Kypriádis wurde 1888 in Alexandria geboren und war unter anderem für die Realisierung der Fährverbindung RioAndirrio im Jahr 1947 verantwortlich.[3][4]

Im Jahr 1919 gründete Kypriádis die Firma „Kypriádis – Kyriazís & Co.“ und begann mit dem Bau der Gartenstadt Kypriadou.[5] Er ließ Straßen mit breiten Gehwegen und vorgesehenen Vorgärten anlegen und plante große Plätze, sodass jeder Platz mindestens einen weiteren einsehen konnte. Diese Planungsprinzipien wurden später beim Entwurf des Stadtteils Psychiko aufgegriffen.

Kypriádou entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum von Kultur und geistigem Leben und war weithin als Wohnort von Künstlern, Schriftstellern und Intellektuellen bekannt.[6] In der Gegend entstand eine Konzentration von Ateliers bekannter Maler, die teilweise der sogenannten „Generation der 30er Jahre“ zugeordnet werden. Zu ihnen zählten unter anderem Fotis Kontoglou, Spyros Papaloukas, Oumbertos Argyros und Spyridon Vikatos.

Während der Zwischenkriegszeit erlangte Kypriadou den Ruf eines Zentrums der bildenden Kunst, das der Maler Yannis Moralis als „Schule von Kypriádi“ bezeichnete.

Bedeutende Bewohner

In Kypriadou lebten oder leben neben den bereits genannten Persönlichkeiten zahlreiche bekannte Komponisten, Wissenschaftler, Industrielle, hohe Staatsbeamte und Schauspieler, darunter unter anderem

Einzelnachweise

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