Köbbelitz

Wohnplatz im Ortsteil Kusey der Stadt Klötze From Wikipedia, the free encyclopedia

Köbbelitz ist ein Wohnplatz von Kusey, einem Ortsteil der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Fakten Stadt Klötze ...
Köbbelitz
Stadt Klötze
Koordinaten: 52° 35′ N, 11° 6′ O
Höhe: 68 m
Fläche: 7,87 km²[1]
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Kusey
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039005
Köbbelitz (Sachsen-Anhalt)
Köbbelitz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Köbbelitz in Sachsen-Anhalt
Dorfkirche Köbbelitz
Dorfkirche Köbbelitz
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Geografie

Köbbelitz, ein altmärkische Rundplatzdorf mit Kirche, liegt im Norden des Ortsteils Kusey, etwa sechs Kilometer südwestlich von Klötze sowie nördlich des Naturparks Drömling und des EU-Vogelschutzgebietes „Feldflur bei Kusey“. Im Süden des Wohnplatzes fließt der Köbberlitzer Graben.[2]

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Die erste Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahre 1357 als Köbbelitz als die von Bartensleben dem Markgrafen Ludwig dem Römer Hebungen aus verschiedenen Dörfern überließen.[3] Weitere Nennungen sind 1420 kobelitze, 1473 kebbelitz, 1541 Kopelitz, 1551 Kobbelitz, 1608 Koblitz, 1687 Kobbelitz[1] und 1804 wieder Köbbelitz.[4]

Zur Angabe In Cobbelici in einem Register aus dem Jahr 1053 über Besitzungen des Klosters Corvey in Altmark[5] weist Historiker Peter P. Rohrlach darauf hin,[1] dass es sich um eine Fälschung handelt. Wilhelm Spancken hatte bereits im Jahr 1861 aufgedeckt, warum die vorgebliche Abschrift des Registers des Abtes Saracho von Corvey durch Johann Friedrich Falke eine Fälschung ist.[6]

Am 22. Februar 1945 wurde der Ort im Rahmen der Operation Clarion, mit dem Ziel des Bahnhofs, von 24 „Flying Fortress“ Boeing B-17 der amerikanischen Eighth Air Force mit 70,5 Tonnen Bombenlast angegriffen. 38 Menschen starben, darunter 18 Kinder.[7] Eine Familie verlor sechs, eine andere vier Mitglieder.[8]

Eingemeindungen

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Köbbelitz aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Kusey im Landkreis Gardelegen eingemeindet.[9] Köbbelitz wurde damit ein Wohnplatz von Kusey, jedoch kein Ortsteil.[10]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734084
1774105
1789092
1798108
1801106
1818094
Jahr Einwohner
1840178
1864248
1871238
1885242
1892[0]231[11]
1895266
Jahr Einwohner
1900[0]295[11]
1905336
1910[0]346[11]
1925364
1939344
1946479
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:[1]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Köbbelitz, die ursprünglich zur Pfarrei Immekath gehörte,[12] kam 1954 zu Kusey, das gleichzeitig Pfarrei wurde mit den Kirchengemeinden Köbbelitz, Neuferchau, Röwitz und Wenze. Heute gehören die Kirchengemeinden zum Pfarrbereich Steimke-Kusey im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[13]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche

  • Die evangelische Dorfkirche Köbbelitz ist ein neoromanischer Backsteinbau aus dem frühen 20. Jahrhundert. Im Innern steht ein großer Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert.[14]

Denkmale

  • In Köbbelitz stehen Denkmale für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges und des Ersten und Zweiten Weltkrieges.[8]

Persönlichkeiten

  • Hermann Campe (1910–1952 (vom Amtsgericht Oederan für tot erklärt)), SS-Obersturmführer

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1217–1219, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 146 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 337, 93. Köbbelitz (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Commons: Köbbelitz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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