LBJ (2016)

Film von Rob Reiner (2016) From Wikipedia, the free encyclopedia

LBJ ist ein US-amerikanischer Politfilm aus dem Jahr 2016 über den Beginn der Amtszeit von US-Präsident Lyndon B. Johnson nach der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy. Regie führte Rob Reiner, das Drehbuch stammt von Joey Hartstone, dessen Skript 2014 auf der Black List stand. Die Hauptrolle des Johnson spielt Woody Harrelson.

TitelLBJ
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel LBJ
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Castle Rock Entertainment,
Acacia Entertainment,
Savvy Media Holdings,
Star Thrower Entertainment
Stab
Regie Rob Reiner
Drehbuch Joey Hartstone
Produktion Matthew George,
Liz Glotzer,
Rob Reiner,
Tim White,
Trevor White,
Michael R. Williams
Musik Marc Shaiman
Kamera Barry Markowitz
Schnitt Bob Joyce
Besetzung
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Handlung

Die Handlung setzt am 22. November 1963 in Dallas ein, als Präsident John F. Kennedy gemeinsam mit Vizepräsident Lyndon B. Johnson empfangen wird. Während Kennedy vom Publikum gefeiert wird, bleibt Johnson weitgehend unbeachtet. In Rückblenden wird Johnsons politischer Aufstieg geschildert: Als Mehrheitsführer im Senat strebt er 1960 die Präsidentschaftskandidatur an, unterliegt jedoch auf dem Parteitag John F. Kennedy. Entgegen interner Widerstände wird Johnson schließlich Kennedys Vizepräsidentschaftskandidat. Nach dem knappen Wahlsieg gegen Richard Nixon bleibt Johnson im Amt jedoch politisch isoliert und im Einfluss stark eingeschränkt, insbesondere durch Robert F. Kennedy.

Nach dem Attentat auf John F. Kennedy wird Johnson zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt. Entgegen den Erwartungen vieler Südstaatendemokraten positioniert er sich als politischer Erbe Kennedys und treibt die Bürgerrechtsgesetzgebung entschlossen voran. Mit einer Rede vor dem Kongress („Let Us Continue“) gewinnt er breite Unterstützung für das Civil Rights Act.

Ein abschließender Epilog schildert Johnsons Präsidentschaft: die Verabschiedung zentraler Reformen der „Great Society“, darunter das Civil Rights Act von 1964, das Voting Rights Act von 1965 sowie die Einführung von Medicare und Medicaid. Gleichzeitig wird auf den zunehmenden Widerstand gegen seine Eskalation des Vietnamkriegs hingewiesen, der schließlich zu seinem Verzicht auf eine erneute Kandidatur im Jahr 1968 führt.

Produktion

Das Drehbuch zu LBJ, einem politisch-historischen Drama von Joey Hartstone, gehörte zu den Gewinnern der Black List 2014 für unverfilmte Drehbücher.[2] Am 16. Juni 2015 unterschrieb Woody Harrelson einen Vertrag für die Hauptrolle des 36. Präsidenten Lyndon B. Johnson, während Rob Reiner den Vertrag für die Regie des Films unterzeichnete.[3] Der Film wurde von Acacia Entertainment, Savvy Media Holdings, Castle Rock Entertainment und Star Thrower Entertainment produziert und von Acacia und Savvy Media finanziert.[3] Produzenten des Films sind Matthew George, Reiner, Liz Glotzer, Tim White und Trevor White.[3]

Die Dreharbeiten zu dem Film begannen am 21. September 2015 in New Orleans.[4] Es wurde auch in Baton Rouge, Dallas und Washington, D.C. gedreht. Die Dreharbeiten wurden im Dezember 2015 abgeschlossen.[3][5][6]

Veröffentlichung

Der Film feierte seine Weltpremiere am 9. September 2016 auf dem Toronto International Film Festival.[7][8] Kurz darauf erwarben Electric Entertainment und Vertical Entertainment die Vertriebsrechte für den Film.[9][10] Der Film kam am 3. November 2017 in die Kinos.[11]

Rezeption

Einspielergebnis

LBJ startete mit 1,1 Millionen Dollar in 659 Kinos und belegte Platz 14 der Kinocharts.[12]

Kritik

Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes hat der Film eine Zustimmungsrate von 55 %, basierend auf 84 Bewertungen, mit einer Durchschnittsbewertung von 5,7/10. Der Kritikerkonsens der Website lautet: „LBJ verliert sein komplexes Thema aus den Augen und ignoriert die faszinierenderen Aspekte seiner Persönlichkeit und Karriere zugunsten einer frustrierend gewöhnlichen Biografie.“[13] Auf Metacritic hat der Film eine gewichtete Durchschnittsbewertung von 54 von 100 Punkten, basierend auf 19 Kritiken, was auf „gemischte oder durchschnittliche“ Bewertungen hindeutet.[14]

David Ehrlich von IndieWire gab dem Film die Note C und sagte: „Harrelson, der selbst seinen monströsesten Figuren Charme zu verleihen versteht, stützt sich stark auf die widersprüchliche Vorstellung, dass Johnson ein machthungriger Humanist ist. Das Ergebnis ist eine Darstellung, die sowohl wild lächerlich als auch spürbar geerdet ist … Harrelson nutzt sein einzigartiges Charisma, um LBJ von den politischen Maßnahmen zu entflechten, die sein Vermächtnis geprägt haben.“[15]

Einzelnachweise

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