Labor Pension Fund

Taiwanesischer Pensionsfonds für Arbeitnehmer From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Labor Pension Fund ist ein Taiwanesischer Pensionsfonds für Arbeitnehmer. Arbeitgeber sind verpflichtet, monatlich mindestens 6 % des Gehalts ihrer Mitarbeiter auf individuelle Pensionskonten einzuzahlen, die den Arbeitnehmern gehören und nicht durch einen Arbeitsplatzwechsel verloren gehen. Die Höhe der Rentenzahlungen basiert auf den angesammelten Beiträgen und den daraus erzielten Erträgen.

Der Fonds wird vom Bureau of Labor Funds (BLF),[1] das dem Arbeitsministerium unterstellt ist, verwaltet.[2] Er wird in sechs Unterfonds mit jeweils eigenen Bedingungen aufgeteilt. Diese sind: The new fund, The old fund, Labor insurance fund (LIF), Employment Insurance Fund (EIF), Labor Occupation Accident Insurance Fund (LOAIF) und Arrear Wage Payment Fund (AWPF).[3][4]

Geschichte

Das ursprüngliche Pensionssystem Taiwans basierte auf dem Labor Standards Act von 1984 und sah eine Einmalzahlung durch den Arbeitgeber vor, die jedoch an strenge Anforderungen bezüglich der Betriebszugehörigkeit (Dienstzeit beim selben Arbeitgeber) geknüpft war. Da die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Taiwan relativ kurz war und Unternehmen Pleite gehen konnten, erhielten viele Arbeitnehmer nie ihre vollen Pensionsansprüche, und die Portabilität war ein großes Problem.[5]

Um diese Probleme der Unterfinanzierung und mangelnden Portabilität zu lösen, wurde nach über einem Jahrzehnt der Planung und Diskussion am 30. Juni 2004 der Labor Pension Act verabschiedet und trat am 1. Juli 2005 in Kraft. Dieses "neue" System schuf den LBF als ein obligatorisches, beitragsorientiertes System, bei dem Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet sind, mindestens 6 % des Gehalts in individuelle, portable Konten einzuzahlen, die dem Arbeitnehmer gehören. Dies garantierte, dass Arbeitnehmer ihre angesammelten Ansprüche auch bei einem Arbeitsplatzwechsel behalten konnten. Personen, die bereits vor Juli 2005 im Berufsleben standen, hatten die Wahl, im alten System zu bleiben oder in das neue zu wechseln, während alle Neueinsteiger automatisch dem LBF zugeordnet wurden.[5][6]

Portfolio

Per Ende 2024 war die Vermögensaufteilung von 238 Mrd. US-Dollar wie folgt:[7]

  • 11,32 % Bankeinlagen
  • 7,56 % Inländische Schuldtitel
  • 18,58 % Inländische Aktien
  • 26,11 % Ausländische Schuldtitel
  • 25,29 % Ausländische Aktien
  • 11,14 % Alternative Anlagen

Siehe auch

Einzelnachweise

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