Lambertsberg

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Lambertsberg ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Lambertsberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lambertsberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 5′ N,  23′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 3,67 km²
Einwohner: 380 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54649
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 254
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Website: www.lambertsberg.de
Ortsbürgermeister: Thomas Ehses
Lage der Ortsgemeinde Lambertsberg im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Lambertsberg

Geographie

Der Ort liegt in der Südeifel, am Rande des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks. Lambertsberg besteht aus den Ortsteilen Lambertsberg und Greimelscheid. Zum Ortsteil Lambertsberg gehört auch der Wohnplatz „Im nächsten Busch“.[2]

55 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, 33 % sind von Wald bestanden (Stand 2018).[3]

Im Nordwesten grenzt Lambertsberg an Hargarten, im Osten an Plütscheid, im Süden an Mauel und im Westen an Waxweiler.

Geschichte

Vor 1794 gehörte Lambertsberg zum Kondominium Pronsfeld, Greimelscheid dagegen gehörte zum Kurfürstentum Trier. Die verwaltungsmäßige Teilung der beiden Orte blieb auch, nachdem 1794 französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer einnahmen. Lambertsberg gehörte bis 1814 zur Mairie Waxweiler im Wälderdepartement, Greimelscheid zur Mairie Dingdorf im Saardepartement. Ebenso in der preußischen Zeit nach 1815: Lambertsberg gehörte von 1816 an zur Bürgermeisterei Waxweiler, Greimelscheid zur Bürgermeisterei Dingdorf, beide gehörten zum Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier.[4]

Lambertsberg und der heutige Ortsteil Greimelscheid wurden im Pfarrbezirk Lambertsberg im Bistum Trier vereint. Die erste urkundliche Erwähnung von Greimelscheid fand 1288 statt. Lambertsberg ist aus dem 1408 erstmals erwähnten Obergreimelscheid entstanden und wurde im 16. Jahrhundert umbenannt. Lambertsberg und Greimelscheid wurden zwar lediglich durch die heutige Landstraße getrennt, die aber auch die staatliche und kirchliche Grenzlinie für die verschiedenen Institutionen bildete.

Die heutige Ortsgemeinde wurde am 1. Januar 1968 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Greimelscheid (damals 143 Einwohner) und Lambertsberg (206 Einwohner) neu gebildet.[5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lambertsberg bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
181596
1835165
1871160
1905155
1939178
1950185
JahrEinwohner
1961186
1970232
1987299
2005345
2011348
2017377
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Lambertsberg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Bürgermeister

Thomas Ehses wurde am 9. September 2024 Ortsbürgermeister von Lambertsberg.[7][8] Da bei der regulären Direktwahl am 9. Juni 2024 der einzige Bewerber keine ausreichende Mehrheit erreichte,[9] kam es am 8. September zu einer Wiederholungswahl, bei der sich Thomas Ehses mit einem Stimmenanteil von 61,6 % gegen einen Mitbewerber durchsetzen konnte.[10]

Sein Vorgänger Jochen Schoden hatte das Amt des Ortsbürgermeisters am 21. August 2019 von Maria Oest-Bartholome übernommen.[11]

Wappen

Wappen von Lambertsberg
Wappen von Lambertsberg
Blasonierung: „In Rot ein silberner Göpel, vorne ein silberner Bischofsstab und eine silberne Lanze, hinten vier silberne vierstrahlige Sterne, je pfahlweise zu zweien schräg versetzt.“[12]
Wappenbegründung: Über 500 Jahre lang existierten die beiden Ortschaften nebeneinander. Das ältere Greimelscheid wurde um 1288 das erste Mal genannt. Lambertsberg entwickelte sich aus Obergreimelscheid, welches im Jahr 1408 erstmals Erwähnung fand. Die beiden Gemeinden lagen sich gegenüber, getrennt durch die heutige Landesstraße. Die Straße bedeutete nicht nur die Trennung der beiden Orte, sondern auch staatliche und kirchliche Grenzlinie, sodass man beim Überqueren der Straße schon in einen anderen Zuständigkeitsbereich trat. Erst nachdem Napoleon mit seinen Truppen abzog, kamen die beiden Orte gemeinsam zum Land Preußen und wurden auch im Pfarrbezirk Lambertsberg, im Bistum Trier, vereint.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Lambertsberg, Wallfahrtskirche St. Lambertus, Außenansicht
Lambertsberg, Wallfahrtskirche St. Lambertus, Innenansicht

Sehenswert sind die Wallfahrtskirche St. Lambertus aus dem 15. Jahrhundert mit einer Außenkanzel aus dem Jahr 1618 und ein ehemaliges Marktkreuz von 1623 auf dem Kirchenvorplatz.

Veranstaltungen

  • Fastnacht: Der Lambertsberger Nachtumzug galt als einer der größten Fastnachtsumzüge der Südeifel bzw. des Kreises Bitburg-Prüm. Der Umzug fand traditionell am Karnevalsfreitag gegen Abend statt. Aus Platzgründen wird der Umzug heute nicht mehr ausgerichtet.
  • 1. Sonntag im August: Antik- und Trödelmarkt am Gemeindehaus.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gewerbe

Lambertsberg ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde, die im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden jedoch eine höhere Wirtschaftskraft aufweist.

Seit 1971, als noch 30 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 260 ha auf 180 ha (2010) abgenommen, die von 6 Betrieben bewirtschaftet wurden.[3]

Verkehr

Durchquert wird die Ortschaft von der Landesstraße 12, die sie unter anderem mit Waxweiler und der 3 km östlich liegenden Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken der Bundesautobahn 60 verbindet.

Commons: Lambertsberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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