Laminine
Protein in der extrazellulären Matrix
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Die Laminine sind kollagenähnliche Glykoproteine und ein Bestandteil der extrazellulären Matrix.[1] Laminine findet man in allen Basallaminae, und sie weisen Bindungsstellen für Zelloberflächen-Rezeptoren auf.[2] Zusammen mit Kollagen Typ IV, Nidogen und dem Heparansulfat-Proteoglykan Perlecan bilden die Laminine die erwähnten Basalmembranen. Weitere wichtige Komponenten der Basallamina sind Fibronektin und eine Reihe anderer Proteoglykane.


Fünfzehn Laminin-Isoformen sind bislang bekannt. Diese sind gewebespezifisch im tierischen Organismus verteilt. Das Laminin-Molekül besteht aus einer α-, einer β- und einer γ-Proteinkette, die sich in heterotrimerer Form zum jeweiligen Laminin-Molekül zusammensetzen.[3] Hierbei ist zu beachten, dass 5 verschiedene α-Ketten, 3 verschiedene β-Ketten und 3 verschiedene γ-Ketten bislang nachgewiesen wurden.
Es wurden bislang folgende Kombinationen der Proteinketten in den Laminin-Isoformen entdeckt (nicht zu verwechseln mit den Laminen, die sich nur im Zellkern der meisten Tiere befinden):[4]
- Laminin-1: α1β1γ1 (Laminin-111)
- Laminin-2: α2β1γ1 (Laminin-211)
- Laminin-3: α1β2γ1 (Laminin-121)
- Laminin-4: α2β2γ1 (Laminin-221)
- Laminin-5: α3β3γ2 (Laminin-332)
- Laminin-6: α3β1γ1 (Laminin-311)
- Laminin-7: α3β2γ1 (Laminin-321)
- Laminin-8: α4β1γ1 (Laminin-411)
- Laminin-9: α4β2γ1 (Laminin-421)
- Laminin-10: α5β1γ1 (Laminin-511)
- Laminin-11: α5β2γ1 (Laminin-521)
- Laminin-12: α2β1γ3 (Laminin-213)
- Laminin-13: α3β2γ3 (Laminin-323)
- Laminin-14: α4β2γ3 (Laminin-423)
- Laminin-15: α5β2γ3 (Laminin-523)