Landersheim

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Landersheim ist eine französische Gemeinde mit 192 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Schnelle Fakten
Landersheim
Landersheim (Frankreich)
Landersheim (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Saverne
Kanton Saverne
Gemeindeverband Pays de Saverne
Koordinaten 48° 41′ N,  30′ O
Höhe 181–241 m
Fläche 2,13 km²
Einwohner 192 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 90 Einw./km²
Postleitzahl 67700
INSEE-Code
Website Webpräsenz
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Kirche: l’église Saint-Cyriaque

Geographie

Landersheim liegt elf Kilometer südöstlich von Saverne. Das Gemeindegebiet wird vom Flüsschen Rohrbach durchquert.

Geschichte

Die mittelalterliche Geschichte ist bisher kaum erforscht. In der Datenbank "Regnum Francorum online" finden wir nur ein schriftliches Zeugnis aus dem Mittelalter: Um 900 war der Ort im Besitz des Klosters Maursmünster (Quelle: "Charta bonorum Mauri Monasterii = Marmoutier o.Nr.). Im 16. Jahrhundert war Landersheim Lehen der Familie von Mittelhausen. Felix von Mittelhausen führte um 1575 den Protestantismus in Landersheim ein. Der letzte Nachkomme derer von Mittelhausen starb 1634.[1] Von 1871 bis 1918 und von 1940 bis 1945 gehörte Landersheim zum Deutschen Reich.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr196219681975198219901999200720122014
Einwohner107112104111151131187199202

Am meisten Einwohner hatte die Gemeinde 1821 (235), danach sank die Einwohnerzahl. 1954 und 1975 hatte die Gemeinde am wenigsten Einwohner (104). Nach 1975 wuchs die Ortschaft.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche Saint-Cyriaque wurde 1454 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, damals war sie jedoch Ulrich von Augsburg geweiht. 1804 wurde Sankt Cyriakus der neue Patron der Kirche. Das heutige Kirchenschiff wurde 1756 neu erbaut. Der Chor trägt das Datum 1768. Eine Sakristei wurde 1828 hinzugefügt.[2]

Ein runder öffentlicher Waschplatz (Lavoir), der 1821 zum ersten Mal erwähnt wurde, aber eventuell aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt, wird von einer Quelle gespeist. Sein Durchmesser beträgt etwa fünf Meter.[3]

Die Wassermühle von Landersheim trägt das Datum 1808. Wohnhaus und Stallung wurden in dieser Epoche erbaut, die eigentliche Mühle stammt jedoch aus dem 12. Jahrhundert. Sie wird durch einen Bach namens Rohrbach angetrieben.[4]

Wirtschaft

Wichtige Erwerbszweige der Landersheimois sind Ackerbau, die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen und Weinbau. Außerdem gibt es vor Ort ein Produktionsstandort des Sportartikelherstellers Adidas mit rund 400 Arbeitsplätzen.[5][6]

Persönlichkeiten

  • Dionysius Will (* 1867 in Landersheim; † 1912 in Hœnheim), römisch-katholischer Geistlicher und Mitglied des Deutschen Reichstags

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 652.
Commons: Landersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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