Laura Leupi

Schweizer Kulturjournalistin, Theaterschaffende und Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Laura Susanna Marlene Leupi (* 1996 in Zürich) ist eine Schweizer Person, die journalistische und literarische Texte verfasst und in Theatern tätig ist. Im Jahr 2023 wurde Leupi der 3sat-Preis am Ingeborg-Bachmann-Preis zugesprochen.

Laura Leupi (2023)

Leben und Wirken

Laura Leupi wuchs in Zürich auf. Das Bachelor-Studium in den Fächern Germanistik, Populäre Kulturen, Alltagskulturwissenschaft und europäische Ethnologie absolvierte Leupi an der Universität Zürich. Inzwischen studiert Leupi an der Universität Bern Theater- und Tanzwissenschaft und Kulturanalyse an der Universität Zürich. In diesem Rahmen machte Leupi einen Ausflug nach Giessen ans Institut für Angewandte Theaterwissenschaft.[1] Leupis Geschlechtsidentität ist nicht binär.[2]

Ingeborg-Bachmann-Preis 2023

2023 nahm Leupi auf Einladung des Jurors Thomas Strässle an den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt am Wörthersee teil und gewann dort mit dem Text Das Alphabet der sexualisierten Gewalt den 3Sat-Preis am Ingeborg-Bachmann-Preis.[3]

Leupi bewarb sich aus einer „Totalkrise“ der Pandemie heraus erfolgreich für die Dogo Residenz für Neue Kunst 2022. Im Herbst 2022 wurde in der Residenz das Thema „Home“ behandelt. Leupi befasste sich dort mit dem Gefühl und dem Verständnis von Zuhause, wenn einem Menschen der vermeintliche „Safe-Space“ durch eine Form von sexualisierter, psychischer Gewalt abhandenkommt. Daraus ist eine längere Version mit dem Titel „Das Alphabet der sexualisierten Gewalt“ entstanden. Eine gekürzte Fassung dieses Texts wurde beim Ingeborg-Bachmann-Preis eingereicht. Da dort nur 25 Minuten Vorlesezeit geplant sind, dachte sich Leupi, dass sich die 26 Buchstaben des Alphabets schlecht gleichmässig in dieser Zeitdauer unterbringen lassen. Wenn aber ein Buchstabe weggelassen würde, liessen sich die 25 Minuten auf je einen Buchstaben pro Minute aufteilen. So kam es zu dem Wettbewerbsbeitrag.[1]

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Kapitalismus, Klimakrise, Härdöpfelstock: Make kin not (only) kids. Essay. In: Fabrikzeitung, Zürich 2023.
  • DURST, Literaturautomat, mit Valérie Hug, Basel 2023.
  • Tuntschi, Fragment. In: „GLITTER Magazin #6“, im Erscheinen.
  • Das Alphabet der sexualisierten Gewalt. März Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-7550-0038-9. Ausgezeichnet mit dem 3sat-Preis

Literatur

  • Anna Dreussi: „Das Alphabet der sexualisierten Gewalt“ von Laura Leupi: Wie schreibt man über eine Vergewaltigung? In: Der Spiegel. 23. März 2024, ISSN 2195-1349, S. 115 (spiegel.de [abgerufen am 31. März 2024]).
  • Rainer Moritz: In ihrem „Alphabet der sexualisierten Gewalt“ gibt Laura Leupi dem Opfer die Würde zurück. In: Neue Zürcher Zeitung. 3. Mai 2024, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 6. Mai 2024]).
Commons: Laura Leupi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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