Laura Vetterlein

deutsche Fußballspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Laura Vetterlein (* 7. April 1992 in Rheinfelden) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und heutige -trainerin. Sie spielte auf der Position der Innenverteidigerin. Seit Januar 2026 ist sie Cheftrainerin des Frauenteams des Grasshopper Club Zürich.[1] Sie ist die jüngere Schwester von Alisa Vetterlein.[2]

Schnelle Fakten Personalia, Juniorinnen ...
Laura Vetterlein
Personalia
Geburtstag 7. April 1992
Geburtsort Rheinfelden, Deutschland
Größe 170 cm
Position Innenverteidigerin
Juniorinnen
Jahre Station
SV Nollingen
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2011 1. FC Saarbrücken 48 (0)
2011–2015 VfL Wolfsburg 5 (1)
2013–2015 VfL Wolfsburg II 12 (0)
2015–2019 SC Sand 19 (0)
2019–2021 West Ham United 30 (1)
2021–2023 FC Zürich Frauen 37 (7)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2006–2007 Deutschland U-15 5 (0)
2007–2008 Deutschland U-16 8 (0)
2008–2009 Deutschland U-17 10 (1)
2009–2010 Deutschland U-19 9 (0)
2011–2012 Deutschland U-20 4 (0)
Stationen als Trainerin
Jahre Station
2023–2024 VfL Wolfsburg (Assistenztrainerin)
2024–2025 FC Basel (Assistenztrainerin)
2026– Grasshopper Club Zürich
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 2023–06–03
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Karriere

Vereine

Ihre Fußballkarriere begann Laura Vetterlein von klein auf beim Spiel mit ihrer älteren Schwester als Vorbild. Im Alter von fünf Jahren wurde sie beim Rheinfelder Ortsteilverein SV Nollingen Mitglied, spielte in der F-Jugend, E-, D-, C- und zuletzt der B-Jugend in den Jungenmannschaften. Auch als der Verein eine Mädchenmannschaft einrichtete, spielte sie mit einer Sondergenehmigung weiter bei den B-Junioren der Jungen im offensiven Mittelfeld mit.[3]

Ein Angebot des SC Freiburg, der mit seiner Mädchenmannschaft in der Baden-Württemberg-Liga spielt, lehnte sie ab und wechselte stattdessen 2008 zum 1. FC Saarbrücken,[4] der in der Vorsaison in die 2. Bundesliga abgestiegen war und mehrere Spielerinnen verloren hatte. Sie konnte mit der Mannschaft den direkten Wiederaufstieg in die 1. Liga feiern und kam, bedingt auch durch eine Verletzungsserie bei mehreren FCS-Spielerinnen, rasch standardmäßig in die Anfangsaufstellung (Viererabwehrkette). Ihr erster Einsatz beim FCS war beim DFB-Pokal 2008 gegen den VfR 07 Limburg. Nach dem erneuten Abstieg des 1. FC Saarbrücken aus der Bundesliga wechselte sie zur Saison 2011/12 zum VfL Wolfsburg, wo sie zwei Jahre lang mit ihrer Schwester zusammen spielte. Nach vier Jahren für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga wechselte sie im Sommer 2015 mit Vereinskollegin Jovana Damnjanović zum SC Sand.[5] Im Sommer 2021 wechselte sie in die Schweiz zum FC Zürich Frauen. Unter der Trainerin Inka Grings gewann sie in der ersten Saison das Double mit dem Verein. Im zweiten Jahr gewann der FC Zürich die Meisterschaft. Am Ende der Saison trat Vetterlein vom Spitzensport zurück.[6]

Nationalmannschaft

Als Spielerin bei den Sichtungs-Lehrgängen des Südbadischen Fußballverbandes in der Südbadischen Sportschule in Steinbach bei Baden-Baden wurde sie entdeckt und für die südbadische Auswahl beim DFB-Länderpokal in Duisburg 2006 ausgewählt. Daraufhin absolvierte sie mehrere Lehrgänge und zwei Einsätze bei Test-Länderspielen gegen England in Buckinghamshire (am 11. April 2007 in der 71. Minute eingewechselt für Claudia Kalin, am 13. April durchgängig im Spiel). Mit den deutschen U-15-Juniorinnen gewann sie 2007 in Kamen-Kaiserau das Vier-Nationen-Turnier des DFB. Mit der U-16-Auswahl des DFB gewann sie in Island den Nordic Cup, die inoffizielle Europameisterschaft der U-16.

Bei der in Ungarn ausgetragenen zweiten Qualifikationsrunde zur U-17-Europameisterschaft 2009 erzielte sie eines der Tore und wurde in der vom 22. bis 25. Juni 2009 in Nyon/Schweiz stattgefundenen Endrunde mit ihrer Mannschaft schließlich Europameister gegen Spanien. Laura Vetterlein stand dabei in der Anfangsformation und trug als Abwehrspielerin dazu bei, dass die Gegnerinnen torlos blieben.[7]

Im Oktober 2009 absolvierte sie im Kader der U-19-Nationalmannschaft gegen Schweden ihren ersten Kurzeinsatz in einem Länderspiel. Der zweite Einsatz in der U-19 kam Ende Februar 2010 beim Zehn-Nationen-Turnier der deutschen Mannschaft im spanischen La Manga.[8] Das erste „große“ Turnier mit der U-19 hatte sie im März 2010 in der 2. Runde der EM-Qualifikation in Serbien beim Auftaktspiel gegen Polen und danach gegen Norwegen. Beim Halbfinale der U19-Europameisterschaft 2010 in Mazedonien war sie für das Mittelfeld aufgestellt und wurde am 3. Spieltag in der 19. Minute gegen die Engländerinnen eingewechselt, erlitt jedoch kurz vor Spielende einen Innenbandriss im Knie und schied deshalb für das Endspiel aus.

Trainerin

Von 2024 bis September 2025 war sie Assistenztrainerin beim FC Basel.[9] Nach der Entlassung der Cheftrainerin Kim Kulig wurde sie selbst zur interimistischen Cheftrainerin ernannt, trat dieses Amt jedoch krankheitsbedingt nicht an und entschied sich dann, den Club zu verlassen.[10] Kurzzeitig arbeitete sie als Assistenztrainerin der ungarischen Nationalmannschaft. Seit Januar 2026 ist sie als Nachfolgerin von João Paiva Cheftrainerin beim Frauenteam des Grasshopper Club Zürich.

Erfolge

Sonstiges

Laura Vetterlein, Tochter eines Friseurs, besuchte zunächst das Georg-Büchner-Gymnasium in Rheinfelden, seit ihrem Ortswechsel in Saarbrücken die Saarbrücker Fußball-Eliteschule Gymnasium am Rotenbühl, wo sie 2011 ihr Abitur absolvierte. Parallel zu ihrer Spielzeit beim VfL Wolfsburg erlangte sie im Fernstudium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach den Bachelor in Internationales Management für Spitzensportler. Während der Zeit beim FC Sand absolvierte sie an der Hochschule Offenburg erfolgreich ein Masterstudium in Dialogmarketing und E-Commerce (DEC).[11]

Einzelnachweise

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