Lautecas

osttimoresische Aldeia im Suco Gugleur (Verwaltungsamt Maubara, Gemeinde Liquiçá) From Wikipedia, the free encyclopedia

Lautecas (Lautekus, Lautekas) ist eine osttimoresische Aldeia im Suco Gugleur (Verwaltungsamt Maubara, Gemeinde Liquiçá).[1] 2015 lebten in der Aldeia 45 Menschen.[2]

Schnelle Fakten Basisdaten, Staat ...
Lautecas
Lautecas (Osttimor)
Lautecas (Osttimor)
Lautecas
Koordinaten  39′ S, 125° 9′ O

Karte des Sucos Gugleur
Basisdaten
Staat Osttimor
Gemeinde Liquiçá
Verwaltungsamt Maubara
Suco Gugleur
Einwohner 45
Politik
Chefe de Aldeia Renato da Silva Soares (2023)
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Geographie

Lautecas liegt im Norden des Sucos Gugleur ein. Nördlich befindet sich die Aldeia Cai-Cassa, westlich die Aldeia Palistla, südlich die Aldeia Vatumori, östlich die Aldeia Lauvou und im Nordosten reicht die Spitze von Lautecas bis zur Aldeia Raenaba.[1] Lautecas verläuft quer über einen Höhenzug der sich vom südlich gelegenen Foho Vatumori (1041 m) nach Norden hin ausdehnt.[3] Auf ihm befindet sich das Dorf Lautecas.[1] Im Tal östlich fließt der Tikidur, ein Quellfluss des Marae.[4]

Geschichte

Dem Sohn des portugiesischen Gouverneurs José Celestino da Silva gehörte in den höheren Lagen des Sucos eine Kaffeeplantage. Hier nahm er sich Lo Bete (Taufname Madalena), die Tochter eines Dato aus der Aldeia Vatumori als Mätresse und nahm sie mit zu seinem Heim in Fatubessi.[5.1] 1909 kehrte Lo Bete nach Gugleur zurück und heiratete den Portugiesen Joaquim Sanches. Mit in die Ehe brachte sie die riesige Kaffeeplantage des Gouverneurssohns in Lautecas. Die Plantage wurde mittels Zwangsarbeit betrieben, zu der Timoresen von der Kolonialverwaltung verpflichtet wurden.[5.2]

Am 15. September 1975 eroberte im Bürgerkrieg die FRETILIN mit Maubara die letzten Bastion der UDT. Eine Patrouille der FRETILIN, unter Führung von Leonardo Alves (Kampfname Ramahana), kam von Morae über Cai-Cassa nach Lautecas zur Kaffeeplantage der Familie Sanches. Das Familienoberhaupt José Martinho Sanches und sein vierter Sohn José befanden sich bereits in Gefangenschaft. Die drei ältesten Söhne José Alcino Sanches (31), Julio J. Sanches (19) und Joaquim J. Sanches (18) versteckten sich in der Kaffeeplantage, wurden aber von den FRETILIN-Kämpfern gefunden und an Ort und Stelle sofort exekutiert. Anschließend stiegen die Milizionäre den steilen Feldweg von Lautekas zur Küste hinab, wo Ramahana und seine Männer mit dem Mord an den Sanches-Brüdern prahlten. Die Familienmitglieder waren bekannte Unterstützer der UDT. Zudem war sie allgemein unbeliebt. Zum einen durch die Zwangsarbeit auf der Plantage, zum anderen wegen der Verbindung zum verhassten, ehemaligen Gouverneur Celestino da Silva und regelmäßigen sexuellen Übergriffen auf Mädchen durch die Söhne. José Alcino selbst war durch die Vergewaltigung eines Mädchens aus Cai-Cassa durch José Martinho Sanches entstanden und war der Mutter weggenommen worden, um bei den Sanches aufzuwachsen.[5.3]

1995 beanspruchten mehrere Dutzend Familien aus Vatumori Land von der Kaffeeplantage der Sanches. Sie gaben an, das Land sei ihren Vorfahren gestohlen worden.[5.4]

Politik

2023 wurde Renato da Silva Soares zum Chefe de Aldeia gewählt.[6]

Einzelnachweise

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