Le Bugue

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Le Bugue (Aussprache [lə byɡ]; okzitanisch Al Buga oder Lo Buga) ist eine französische Gemeinde mit 2.663 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Kleinstadt gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Vallée de l’Homme. Die Bewohner werden Buguois und Buguoises genannt.

Schnelle Fakten
Le Bugue
Le Bugue (Frankreich)
Le Bugue (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Vallée de l’Homme
Gemeindeverband Vallée de l’Homme
Koordinaten 44° 55′ N,  56′ O
Höhe 48–245 m
Fläche 28,96 km²
Einwohner 2.663 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 92 Einw./km²
Postleitzahl 24260
INSEE-Code
Website www.lebugue.fr

Blick auf Le Bugue an der Vézère
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Der Ort erhielt 2025 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.[1]

Geografie

Mündung des Ruisseau de Ladouch in die Vézère
Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Le Bugue liegt etwa 34 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 23 Kilometer westnordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 36 Kilometer ostnordöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet liegt nördlich einer Flussschlinge der Vézère und wird außerdem vom Ruisseau de Ladouch entwässert, der beim Zentrum in die Vézère mündet, sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Le Bugue liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und Sedimentgesteine teils aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine recht bewaldete Hügellandschaft auf, die durch das breite Tal der Vézère begrenzt und durch die anderen Flusstäler markant eingeschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 245 m Höhe in der Nähe des Weilers Le Maine im Westen, der tiefste mit 48 m Höhe im Süden beim Austritt der Vézère aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf etwa 59 m Höhe, etwa 10 Meter höher als das Flussbett der Vézère.

Rund 51 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 36 % werden landwirtschaftlich, zumeist heterogen genutzt, rund 12 % entfallen auf bebaute Flächen, rund 1 % auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation.[3]

Le Bugue wird von folgenden neun Gemeinden umgeben:

Journiac Savignac-de-Miremont
Saint-Avit-de-Vialard Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Les Eyzies
Paunat
Limeuil
Audrix
Saint-Chamassy
Campagne
Risikokarte zur Quellungs/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Le Bugue

Natürliche und technologische Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Le Bugue als

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1983, 1988, 1989, 1994, 1996, 1998, 2001 und 2008 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

Im gesamten Gemeindegebiet bis auf die bebauten, nicht bewaldeten Gebiete im Vézère-Tal besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.

Wie die Risikokarte zeigt, sind über einem Drittel des Gemeindegebiets von einer mittleren Gefahr, kleine Teile im Osten von einer starken Gefahr, durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[4]

Die Gemeinde liegt außerdem flussabwärts der Staudämme Monceaux la Virolle und Bort-les-Orgues, zwei Bauwerke der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter) im Département Corrèze, die seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegen. Dieser findet Anwendung bei diesen Staudämmen der Klasse A und mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch eines dieser Bauwerke entstünde.[5]

Toponymie und Geschichte

Der erste Beleg des Namens datiert aus dem 9. Jahrhundert in der Form centena Albucense (856). Die centena (deutsch Hundertschaft) war eine Verwaltungsgliederung. In der Folge wurden villa Albuca (936) und Albuces im 13. Jahrhundert vermerkt. Ab dem 17. Jahrhundert spaltete sich der Name in Al Bugo auf. Die Anfangsbuchstaben al- wurden als Artikel aufgefasst und der Name wurde im 17. Jahrhundert zu Le Bugot und schließlich Le Bugue französisiert.

Der Namensursprung kommt von einem gallorömischen Wort, das das gallische °albuca weitergibt und zum okzitanischen albuga (deutsch schwerer, lehmiger Boden) führte.

Die Tierdarstellungen und Spuren von Werkzeugen aus der Zeit des Jungpaläolithikum in der Höhle Bara-Bahau erinnern an die Bedeutung der Besiedelung an den Ufern der Vézère in der Urgeschichte. Gallorömische Überreste, merowingische Sarkophage und antike Stätten wurden entdeckt und belegen eine kontinuierliche menschliche Besiedlung. Die Existenz einer Römerstraße und einer Erdhügelburg im Lieu-dit La Barde lässt sich bis in die gallische Zeit zurückverfolgen.[6]

Le Bugue war im 9. Jahrhundert der Hauptort einer Hundertschaft. Diese wurden 595 und 596 von Chlothar II. und Childebert II. gegründet und im 10. Jahrhundert durch Erzpriesterschaften ersetzt. Dies zeigt, dass Le Bugue möglicherweise noch vor der Regentschaft Chlothars II. gegründet wurde oder zumindest zum Zeitpunkt der Erwähnung eine solche Bedeutung besaß, dass ihre Bevölkerung die eines einfachen Dorfs überstieg. Eine Erzpriesterschaft von Le Bugue wird bereits im 10. Jahrhundert erwähnt. Die dem Heiligen Erlöser geweihte Benediktinerinnenabtei wurde um 964 von Adelheid von Montignac, der Gemahlin Grimoards, gegründet. Die Kirche Saint-Marcel war dieser Abtei untergeordnet. Die Kirche Saint-Sulpice, nahe der Vézère gelegen, war die Pfarrkirche von Le Bugue, das zum Bistum Périgueux gehörte.

Le Bugue erlebte bis 1154 eine Blütezeit, bis das Périgord englische Provinz wurde. Da die Stadt oft als Grenzort zwischen englischen und französischen Truppen lag, litt sie darunter. Um 1160 zündete Guillaume de Gourdon die Stadt an und zerstörte das Kloster. Es wurde im 13. Jahrhundert wieder aufgebaut. Durch eine Urkunde vom 6. Mai 1264 zwischen Äbtissin Marie de Commarque und Raymond de Bouville sowie seinen Brüdern, den Seigneurs von Limeuil, wurden die Stadt Le Bugue und das Kloster den Seigneurs von Limeuil unterstellt.

Eines der wichtigsten Daten in der Geschichte von Le Bugue bleibt der November 1319, als der französische König Philipp V. mit einem Siegel anordnete, dass ein Markt fortan jeden Dienstag stattfinden sollte.

Le Bugue fiel im 15. Jahrhundert in englische Hände. Mitte des 15. Jahrhunderts befand sich die Abtei in einem erbärmlichen Zustand. Gabrielle du Breuil wurde 1550 Äbtissin, konvertierte aber 1563 zum Protestantismus. Nach dem Tod von Äbtissin Antoinette de Saint-Michel im Jahr 1575 vertrieb Galiot de la Tour, Seigneur von Limeuil, die Nonnen. Die Abtei und das Dorf wurden 1577 geplündert und gebrandschatzt, im selben Jahr der Eröffnung der protestantischen Kirche in Le Bugue. Das alte Kloster stand 28 Jahre lang leer und verfiel.

Le Bugue geriet zwischen die Fronten im Rahmen der Fronde, der Aufstände und Bürgerkriege in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Baltazar, einer der hochrangigen Offiziere des Prinzen von Condé, Anführer der Aufständischen, besetzte das Gebiet zwischen Bergerac und Sarlat und quartierte sich mit seinen Truppen unter anderem auch in Le Bugue ein. In dieser Zeit fällt der Überlieferung nach auch die Zerstörung der Brücke über die Vézère, ohne zu sagen, ob dies unter der Verantwortung der Frondeurs oder der Royalisten geschah.

1677 wurde Marie-Catherine de Rocquart zur Äbtissin ernannt, was 1681 vom Papst bestätigt wurde. Sie begann mit dem Bau einer neuen Abtei am Ufer der Vézère. 1686 stand der Bau des Kirchenschiffs von Saint-Sulpice noch aus. Der Bischof von Périgueux verlegte die Gottesdienste von der Pfarrei Saint-Sulpice in die Abteikirche. Ein Dokument aus dem Jahr 1691 belegt, dass die Pfarreien Saint-Marcel du Bugue, Saint-Cirq, Monmadalès und Marnac der Abtei angegliedert wurden. 1759, nach der Ernennung von Elisabeth d’Aubusson zur Äbtissin, zerstörte ein Brand das Kloster. Die Gebäude wurden notdürftig wiederaufgebaut und waren 1781 bereits einsturzgefährdet. Ab 1791 wurden die Besitztümer der Abtei als Nationalgut verkauft.

1863 wurde die Bahnstrecke Niversac–Agen eröffnet, 1871 wurde die Brücke über die Vézère errichtet.[7]

Bevölkerungsentwicklung

Le Bugue: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
 
2.486
1800
 
2.475
1806
 
2.481
1821
 
1.510
1831
 
2.661
1836
 
2.437
1841
 
2.398
1846
 
2.735
1851
 
2.904
1856
 
2.952
1861
 
2.969
1866
 
3.005
1872
 
2.903
1876
 
2.918
1881
 
2.722
1886
 
2.953
1891
 
2.651
1896
 
2.640
1901
 
2.872
1906
 
2.590
1911
 
2.545
1921
 
2.146
1926
 
2.131
1931
 
2.142
1936
 
2.242
1946
 
2.205
1954
 
2.077
1962
 
2.424
1968
 
2.741
1975
 
2.778
1982
 
2.784
1990
 
2.764
1999
 
2.778
2006
 
2.762
2013
 
2.702
2020
 
2.595
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[9][10][11]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

  • Besonders sehenswert sind die Höhlen in der Umgebung von Le Bugue mit ihren prähistorischen Kunstwerken oder auch mit den eindrucksvollen Tropfsteingebilden:
  • Neogotische Kirche Saint-Sulpice, zwischen 1871 und 1876 erbaut, mit 27 Bleiglasfenstern des Glasmalers Jean Besseyrias aus den Jahren 1874 bis 1876
  • Das Herrenhaus Monpeyrat im Westen des Gemeindegebiets muss ursprünglich ein Festes Haus oder eine Adelsfestung aus dem 13. Jahrhundert gewesen sein, die die Besitzer ab dem Ende des 15. Jahrhunderts umbauten und ausschmückten. Seine Fassaden und Dächer sind seit 1976 als Monument historique eingeschrieben.
  • Das riesige Anwesen des Schlosses Les Faures aus dem 18. Jahrhundert dominiert das gesamte Tal der Vézère. Es befindet sich östlich von Le Bugue in der Nähe von Saint-Circq.
  • Das Village du Bournat ist ein Freilichtmuseum und zeigt ein Bauerndorf des Périgord zu Ende des 19. Jahrhunderts.
  • Das Aquarium Périgord Noir ist das größte private Süßwasseraquarium Europas.

Bildung

Le Bugue verfügt über

  • eine öffentliche Vorschule (École maternelle),
  • eine öffentliche Grundschule (École élémentaire) und
  • das öffentliche Collège „Leroi-Gourhan“.[12]

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Weitere Informationen Département, Metropolitan-Frankreich ...
Beschäftigungsrate der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren (2022)
Le Bugue[13]Département[14]Metropolitan-Frankreich[15]
GesamtMännerFrauenGesamtMännerFrauenGesamtMännerFrauen
72,9 %75,3 %70,4 %74,5 %75,7 %73,2 %75,3 %77,9 %72,8 %
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Die Beschäftigungsrate der Gemeinde ist niedriger als die des Départements Dordogne und die von Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2016 stieg die Gesamtquote der Gemeinde um 1,7 %. Die meisten Beschäftigten der Bewohner arbeiteten 2022 in Le Bugue (57,7 %), allerdings 8 % weniger als 2016. Dabei benutzten sie zur Arbeitsstelle zu 78,1 % ein Auto, einen Last- oder Lieferwagen, zu 1,3 % ein öffentliches Verkehrsmittel.[13]

Weitere Informationen Département, Metropolitan-Frankreich ...
Arbeitslosenquote der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren (2022)
Le Bugue[13]Département[14]Metropolitan-Frankreich[15]
Gesamt15–2425–5455–64Gesamt15–2425–5455–64Gesamt15–2425–5455–64
15,2 %26,4 %14,6 %10,6 %11,8 %23,5 %10,6 %10,0 %11,3 %22,3 %10,1 %9,4 %
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Die Arbeitslosenquote ist bei allen Werten höher im Vergleich zum gesamten Département und zu Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2016 fiel die Gesamtarbeitslosenquote der Gemeinde allerdings um 2,3 %, in der Altersklasse der 15- bis 24-Jährigen um 9,4 %.[13]

Branchen und Betriebe

387 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Le Bugue wirtschaftlich aktiv:[13]

Weitere Informationen Branche, Anzahl ...
Branche
Anzahl%
Gesamt387
Fertigung, Bergbau und andere Industrien379,6 %
Baugewerbe4010,3 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie12632,6 %
Information und Kommunikation30,8 %
Finanzen und Versicherungen184,7 %
Immobilien205,2 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten4611,9 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln5414,0 %
Andere Dienstleistungen4311,1 %
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Die fünf umsatzstärksten Unternehmen mit Sitz in der Gemeinde im Jahr 2023 waren:[16]

  • Mansol, Supermärkte (37.059.285 €)
  • Maison Coudeyrat, Verarbeitung und Konservierung von Schlachtfleisch (5.580.118 €)
  • Services Funeraires Paoli, Bestattungsdienste (2.578.655 €)
  • SARL Camping La Linotte, Campingplätze und Parks für Wohnwagen oder Wohnmobile (880.787 €)
  • Camping Du Bournat, Campingplätze und Parks für Wohnwagen oder Wohnmobile (756.958 €)

Landwirtschaft

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[17] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 44 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 38 im Jahr 2000, auf 34 im Jahr 2010 und schließlich auf 13 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 70,5 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 679 Hektar im Jahre 1988 auf 660 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg durch die kleinere Anzahl an Betrieben signifikant von 15,4 Hektar auf 50,8 Hektar.[18][19][20]

Fernwanderweg

Der 1339 Kilometer lange Fernwanderweg GR 6 von Sainte-Foy-la-Grande (Département Gironde) nach Saint-Paul-sur-Ubaye (Département Alpes-de-Haute-Provence) durchquert das Zentrum von Le Bugue.[21]

Radwanderweg

Der Gemeindeverband hat ein Projekt ins Leben gerufen, am Ufer der Vézère einen Radwanderweg zu errichten. Momentan ist ein Abschnitt zwischen Saint-Chamassy und Les Eyzies realisiert, der Le Bugue passiert.[22]

Haltepunkt von Le Bugue

Verkehr

Die zur Departementsstraße D 710 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 710, die von Ribérac über Périgueux aus Norden kommend nach Fumel im Süden führt, durchquert das Stadtzentrum. Dort kreuzt sie die zur D 703 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 703 von Lalinde aus Westen kommend und nach Bretenoux im Osten führend. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit weiteren Nachbargemeinden.

Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Le Bugue mit Sarlat-la-Canéda.[23]

Züge einer Linie des TER Nouvelle-Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, verkehren im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine auf der Bahnstrecke Niversac–Agen mit einem Haltepunkt in Le Bugue, das auf diese Weise mit Périgueux, Sarlat-la-Canéda und Agen verbunden wird.[24]

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

  • Jean Rey (1583–1645), französischer Arzt und Physiker, erfand das Thermoskop, den Vorläufer des Thermometers, wurde in Le Bugue geboren, wo er auch arbeitete und starb
  • Léon Dessalles (1803–1878), französischer Archivar des Départements, Historiker und Philologe, geboren und verstorben in Le Buge
  • Marie Thérèze Vergniaud (1877–1978), französische Schriftstellerin, veröffentlichte unter dem Pseudonym Jean Vézère, geboren und verstorben in Le Buge
  • Jacques Natanson (1901–1975), französischer Bühnenschriftsteller, Dialog- und Drehbuchautor, verstorben in Le Buge
  • André Glory (1906–1966), französischer Archäologe, Prähistoriker und Höhlenforscher
  • Jean Orieux (1907–1990), französischer Schriftsteller, lebte bis zum Lebensende in Le Buge
  • Jean Kerebel (1918–2010), französischer Sprinter, verstorben in Le Buge

Sonstiges

Der britische Autor Martin Walker besitzt ein Haus in Le Bugue. Sein Kriminalroman Bruno – Chef de police sowie alle Folgebände spielen hier; im Roman wird der Ort als Saint-Denis bezeichnet. Der Hauptheld Bruno wurde dem real existierenden Beamten Pierrot Simonet der Police Municipal aus Le Bugue nachempfunden.[26]

Literatur

  • Susanne Böttcher (Hrsg.): Périgord, Dordogne, Limousin. (= Der Grüne Reiseführer.) Travel-House-Media, München 2006, ISBN 3-8342-8995-7, S. 113.
  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
  • Léon Dessalles: Histoire du Bugue. Dupont & Cie., Périgueux 1857 (französisch, BnF [abgerufen am 7. November 2025]).
Commons: Le Bugue – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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