Le Croisic

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Le Croisic [lə kʁwa.zik]  (bretonisch Ar Groazig) ist eine französische Stadt mit 4056 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Nazaire, zum Kanton La Baule-Escoublac und zum Gemeindeverband Presqu’île de Guérande Atlantique.

Schnelle Fakten Ar Groazig ...
Le Croisic
Ar Groazig
Le Croisic (Frankreich)
Le Croisic (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Pays de la Loire
Département (Nr.) Loire-Atlantique (44)
Arrondissement Saint-Nazaire
Kanton La Baule-Escoublac
Gemeindeverband Presqu’île de Guérande Atlantique
Koordinaten 47° 18′ N,  31′ W
Höhe 0–20 m
Fläche 4,5 km²
Einwohner 4.056 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 901 Einw./km²
Postleitzahl 44490
INSEE-Code
Website lecroisic.fr

Uferpromenade am Hafen von Le Croisic
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Geographie

Die Hafenstadt Le Croisic liegt am Atlantik, an der Côte d'amour („Küste der Liebe“) auf der Spitze der Halbinsel Kervenel.

Nachbargemeinden

Umgeben ist Le Croisic von den Nachbargemeinden Guérande im Nordosten und Osten sowie Batz-sur-Mer im Südosten.

Geschichte

Internierungsstätte Maison Beaucorps

In Le Croisic wurde Jean Bras (beides Vornamen) als Sohn von Jean Fardel und Jeanne Halgan geboren. Er nahm an der Weltumsegelung von Ferdinand Magellan teil, starb aber am 17. September 1522 zwischen den Marianen und den Molukken.[1]

Im zur Gemeinde von Le Crosic gehörenden Anwesen Maison Beaucorps richtete der Präfekt des damals Loire-Inférieure genannten Départements auf Anordnung der deutschen Besatzungsbehörden das erste Internierungslager des Départements ein, ein sogenanntes überwachtes Aufenthaltszentrum. Von Januar bis April 1941 wurde das Lager mit Kommunisten und vom Vichy-Regime als Extremisten bezeichnete Personen belegt.[2]

Das Lager in Le Croisic erwies sich bald als zu klein und wurde deshalb durch das Lager Choisel in Châteaubriant ersetzt.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr196219681975198219901999200620132022
Einwohner401741024243431344284267412140364081
Quellen: Cassini und INSEE
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Städtepartnerschaft

Mit der deutschen Stadt Laufenburg in Baden-Württemberg besteht seit 1972 eine Partnerschaft.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Route nationale 771 führt hierher.

Der Kopfbahnhof an der Bahnstrecke Saint-Nazaire–Le Croisic ist die Endstation des TGV Atlantique von Paris Gare Montparnasse über Nantes und Saint-Nazaire hierher.

Sehenswürdigkeiten

  • Menhir de la Pierre Longue (deutsch der Lange Stein) aus der Jungsteinzeit, Monument historique seit 1889
  • Kirche Notre-Dame-de-Pitié aus dem 15. und 16. Jahrhundert, seit 1906 Monument historique
  • Kapelle Crucifix, gotisches Bauwerk, Datierung unbekannt (vermutlich 15./16. Jahrhundert), Anbauten aus dem 17. Jahrhundert, seit 1952 Monument historique
  • Kapelle Saint-Goustan aus dem 15. Jahrhundert, 1895 rekonstruiert, Monument historique seit 1840
  • Herrenhaus von Kervaudu, Ende des 15. Jahrhunderts erbaut, Monument historique seit 1921, und Kreuz von Kervaudu aus dem 17. Jahrhundert (Monument historique seit 1944)
  • Hotel d’Aiguillon, etwa 1675 errichtet, späteres Rathaus
  • Leuchtturm von Tréhic, 1869–1872 erbaut, 1950 elektrifiziert, 1963 außer Betrieb gestellt
  • Anwesen Pen Castel, Wohnhaus der Familie Henri Becquerels
  • Wasserturm
  • Océarium, 1992 eröffnetes Besucheraquarium mit rund 4000 Lebewesen

Persönlichkeiten

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes de la Loire-Atlantique. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-040-X, S. 334–351.
Commons: Le Croisic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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