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Le Miroir

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Le Miroir [ləˈmiʁwaːʁ] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Cuiseaux und zum Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’. Die Gemeinde hat 577 Einwohner (Stand 1. Januar 2023)[1], sie werden Miroissiens, resp. Miroisiennes[2] genannt, nachdem sie sich 2019 in einer Befragung für diese Bezeichnung entschieden.

Schnelle Fakten
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Geografie

Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans
Le Miroir mit seinen NachbarortenFlacey-en-BresseAugeaCuisiaCousanceDignaCuiseauxDommartin-lès-CuiseauxFrontenaudSagy
Le Miroir mit seinen Nachbarorten

Le Miroir liegt an der Departementsstraße D972[3] (Bruailles–Cuiseaux), einer alten Römerstraße, und stößt mit seiner östlichen Gemeindegrenze an das Département Jura. Die Autobahn A39[4] zieht sich in nord-südlicher Richtung durch das westliche Gemeindegebiet.

Die nördliche Gemeindegrenze bildet das Flüsschen Rivière Bacot[5], das den Ruisseau du Cirey[6] aufnimmt, der die Ostgrenze der Gemeinde bildet. Im Süden entwässert die Gizia[7] das Gemeindegebiet. Sie nimmt den Ruisseau du Breuil[8] auf, in den wiederum der Ruisseau des Frontenelles[9] im äußersten Südosten mündet. Schließlich bildet noch La Dourlande[10] einen Teil der südwestlichen Gemeindegrenze. Etliche Biefs durchziehen die Gemeinde zur Entwässerung der Étangs und des Jurafusses.

Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: l’Abbaye, Beffoux, les Bois, les Brenots, la Chagne, le Champ-du-Villard, les Champs-Fégots, le Champ-Tardif, les Chavannes, la Colombière, les Communes, les Courbes, Crotenot, l’Etang-Niat, Flériat, la Fouilly, les Fromentières, les Gambards, Grandes-Maltières, les Grands-Taillets, Grange-Berthe, Grange-du-Bois, la Grange-Maigre, les Gravières, l’Hôtellerie, les Marais, les Marandin, Meix-Malarée, Meix-Sillon, Messaviange, les Moissonniers, le Moulin, Moulin-du-Villard, le Patier, les Petits-Taillets, la Pétralière, les Putets, la Relasse, la Renaudière, le Truchet, Tuilerie-du-Miroir, Tuilerie-du-Villard, les Tupins, le Vernay, la Verrière, le Villard, la Villeneuve.[11]

Klima

Das Klima in Le Miroir ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,7 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,7 °C, der kälteste der Januar mit 3,1 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1042 mm, dabei ist der November mit 119 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 62 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2826 Sonnenstunden gezählt.

Schnelle Fakten Klimadiagramm ...
Le Miroir
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
101
 
6
1
 
 
85
 
7
0
 
 
80
 
12
3
 
 
88
 
15
6
 
 
85
 
19
10
 
 
68
 
23
14
 
 
62
 
25
16
 
 
65
 
25
16
 
 
82
 
21
12
 
 
99
 
17
9
 
 
119
 
10
4
 
 
108
 
7
1
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Le Miroir
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 3,1 3,6 7,2 10,8 14,6 18,8 20,7 20,3 16,6 12,7 7,2 3,9 ⌀ 11,7
Mittl. Tagesmax. (°C) 6,1 7,4 11,6 15,3 18,8 23,3 25,3 25,0 21,0 16,7 10,3 6,7 ⌀ 15,7
Mittl. Tagesmin. (°C) 0,5 0,4 3,0 6,0 9,9 13,8 15,8 15,6 12,4 9,1 4,3 1,4 ⌀ 7,7
Niederschlag (mm) 101 85 80 88 85 68 62 65 82 99 119 108 Σ 1042
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021

Toponymie

Der Ort taucht erstmals um 1131 auf, im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Miroir, als Abbatis quae Miratorium dicitur… (deutsch: Das Kloster, welches „das zu Bewundernde“ genannt wird). Erst später entstand die heutige Gemeinde, die den Klosternamen weiterleben ließ.

Geschichte

Humbert de Coligny schenkte 1131 Grund und Wald für die Gründung des Klosters, zusammen mit weiteren Ländereien in Gizia, wo die Klosterbrüder einen Weinberg anlegten. Der Stifter ist in der Kirche beigesetzt, so wie weitere Wohltäter des Klosters. Das Gemeindegebiet lag im Bereich der Kastellanei von Sagy und das Kloster musste jährlich 10 Pfund Wachs abliefern, als Entgelt für den Schutz, den es erhielt.

Das Kloster Le Miroir war sehr wohlhabend, wurde jedoch durch die Religionskriege arg in Mitleidenschaft gezogen. Am Ende des Ancien Régime war es lediglich noch ein Priorat, konnte jedoch seine Gerichtsbarkeiten und herrschaftlichen Rechte behalten. Dom Fortuné Bouchard war der letzte Prior, im Kloster waren nur noch wenige Mönche, die sich damit verweilten, einen stark geschmälerten Zehnten einzutreiben. Küche und Keller schienen gut unterhalten gewesen zu sein, bedeutend besser jedenfalls, als die Bibliothek mit ihren verstaubten Folianten.[12] Während der Revolution wurde das Kloster nahezu vollständig zerstört, heute besteht lediglich noch die Kirche, deren Schiff um einen Drittel verkürzt wurde[13].

Bei der Neuordnung der Départements 1790 wurde vergessen, die Weiler Beffoux und Crotenots dem Département Saône-et-Loire zuzuschlagen, da sie zur Pfarrei Cuisia im Jura gehörten. Erst im Jahr V des Revolutionskalenders (1796/1797) wurden sie der Gemeinde Le Miroir zugeschlagen.

Heraldik

Die Gemeinde benutzt ein neuzeitliches Wappen, das durch den Conseil municipal des jeunes[14] entworfen wurde. Der Entwurf wurde überarbeitet und an die historische Wappengestaltung angeglichen. Das Wappen weist einen Jochschnitt auf mit geteiltem Schildhaupt. Im Feld 1: auf grün ein abgewendeter schreitender Hahn, im Feld 2: auf Gold ein steigender Hermelinlöwe, Feld 3: auf Blau zwei Fische gegeneinander schwimmend[15].

Was die Jungen damit ausdrücken wollten, formulieren sie wie folgt: Man findet also den Hahn auf grünem Hintergrund, um an die Geflügelzucht von Le Miroir zu erinnern, die Weizenähren, um die Ländlichkeit der Gemeinde auszudrücken, den Löwen der Bourgogne Louhannaise[16] und die beiden Fische auf blauem Hintergrund, um die fischreichen Flüsse zu symbolisieren, die durch das Dorf fließen.[17]

Bevölkerung

Ehemalige Klosterkirche Notre-Dame in Le Miroir
Le Miroir: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022
Jahr  Einwohner
1793
  
246
1800
  
976
1806
  
1.011
1821
  
984
1831
  
1.047
1836
  
1.039
1841
  
1.071
1846
  
1.110
1851
  
1.117
1856
  
1.030
1861
  
1.024
1866
  
1.008
1872
  
997
1876
  
1.085
1881
  
1.100
1886
  
1.027
1891
  
1.000
1896
  
975
1901
  
987
1906
  
973
1911
  
966
1921
  
881
1926
  
825
1931
  
783
1936
  
759
1946
  
657
1954
  
628
1962
  
604
1968
  
567
1975
  
538
1982
  
519
1990
  
509
1999
  
492
2006
  
531
2011
  
572
2016
  
599
2022
  
593
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968,[18] ab 1968 INSEE[19]
Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Die Weiler Flériat, Gambards, Beffoux und Crotenot gehörten von 1791 bis ins Jahr V des Revolutionskalenders (1796/97) zum Département Jura, weshalb die Einwohnerzahl für 1793 so gering ist. • Höchste Einwohnerzahl 1851 mit 1117, tiefste Einwohnerzahl 1999 mit 492 (44,0 % vom Maximum)
Weitere Informationen Bevölkerungsstruktur, Anzahl Einwohner 1 ...
Bevölkerungs- und Wohnstruktur
BevölkerungsstrukturAnzahl Einwohner  1männlichweiblichdavon Ausländer  2Anteil %
593 299 294 15 2,5
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1 
Tabelle POP T3 Population par sexe et âge en 2022
2 
Jüngstes Erhebungsjahr 2020
Weitere Informationen Männer, Alterstufe ...
Alterspyramide für Le Miroir  3
Männer Alterstufe Frauen
1 
90 + älter
2 
28 
75–89
28 
66 
60–74
66 
61 
45–59
59 
60 
30–44
46 
26 
15–29
39 
57 
0–14
54 
Schließen
3 
Tabelle POP T3 Population par sexe et âge en 2022

Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ausgeglichen, wobei 48 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind. Die Gruppe der unter 15-Jährigen macht 19 % der Bevölkerung aus. Demgegenüber sind 32 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 23 % zugenommen haben. Dadurch dürfte ein starker Zuzug von jungen Familien mit Kindern erfolgt sein.

Weitere Informationen Wohnstruktur 4, Anzahl Wohneinheiten ...
Wohnstruktur  4Anzahl Wohneinheitendavon HäuserWohnungenSonstigeZu-/Abnahme seit 1999
308 299 8 1 +23,2 % = 58 WE
davon Hauptwohnsitz  5 258
Zweit- oder Ferienwohnsitz 27
vakant 23
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4 
Tabelle LOG T2 Types de logements 2022
5 
Tabelle LOG T1 Évolution du nombre de logements par catégorie… 2022

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen

In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:

Weitere Informationen Branche, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023)[20]
BrancheAnzahl Betriebe
Industrie und verarbeitendes Gewerbe 6
Baugewerbe 4
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 10
Information und Kommunikation
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 1
Grundstücks- und Wohnungswesen 3
Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 7
Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen 4
Sonstige Dienstleistungen 8
Land- und Forstwirtschaftsbetriebe[21] 6
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In der Gemeinde befinden sich ein Coiffeursalon, zwei Autogaragen, eine Tankstelle, ein Bauhandwerker, zwei Schreinerei/Zimmereibetriebe. Im Ort gibt es einen Pétanqueplatz, eine Turn- und Sporthalle, und einen Campingplatz. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Cousance oder in Saint-Amour[22].

Geschützte Produkte in der Gemeinde

Als AOC-Produkte sind in Le Miroir Crème et beurre de Bresse[23][24] zugelassen, ferner Volaille de Bresse[25][26][27] und Dinde de Bresse[28].

Bildungseinrichtungen

In der Gemeinde besteht eine École primaire[29] (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon[30] untersteht und von 66 Schülern in drei Klassen besucht wird (Schuljahr 2024–2025[31]). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A[32].

Öffentlicher Verkehr

Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, google.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps anciens et le Moyen Âge. Band 1. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps modernes jusqu’à 1789. Band 2. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, bnf.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
Commons: Le Miroir (Saône-et-Loire) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Le Miroir. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 8. Februar 2026 (französisch).
  • Le Miroir. in der POP Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 8. Februar 2026 (französisch).
  • Le Miroir. in Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté. Direction Culture, Sport et Jeunesse (keine Daten bei Abruf), abgerufen am 8. Februar 2026 (französisch).
  • Webpräsenz der Gemeinde. Le Miroir. Mairie le Miroir, abgerufen am 8. Februar 2026 (französisch).

Einzelnachweise

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