Lea Gasser
Schweizer Jazz- und Improvisationsmusikerin (Akkordeon, Komposition)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Lea Gasser (* 1992 in Zürich)[1] ist eine Schweizer Jazz- und Improvisationsmusikerin (Akkordeon, Komposition).
Leben und Wirken
Gasser wuchs in Zürich auf und lernte als Kind klassisches Akkordeon. Bis zum Bachelorabschluss studierte sie an der Hochschule der Künste Bern klassisches Akkordeon bei Teodoro Anzellotti; während dieses Studiums entdeckte sie die freie Improvisation, für die sie sich begeisterte. Von 2019 bis 2021 absolvierte sie an der Haute École de Musique de Lausanne den Master-Studiengang Jazz.[2]
Gasser spielte im Trio mit dem Bassisten Thomas Dürst und der Sängerin Sibyl Hofstetter («Other Songs», 2021, «Plötzlich ging die Sonne aus», 2023), arbeitete aber auch als Theatermusikerin.[2] Als Teil des Duos «Oxeon» veröffentlichte sie mit der Sängerin Sylvie Klijn 2023 das Album «Somewhere Far» (SONNA Records/ANUK Label), welches 2024 für den niederländischen Musikpreis Edison Klassiek nominiert wurde.[3] Weiterhin war sie mit Mirjam Hässig, Marc Stucki, Johanna Pärli und Christoph Steiner Gründungsmitglied und Co-Leaderin des Improvisations-Quintetts The Optics («The Optics», 2023).
2020 gründete Gasser ihr Quintett mit Samuel Urscheler, Mirko Maia, Emilio Giavanoli und Romain Ballatini; sie legte damit die Eigenproduktion «L’heure bleue» (2022) vor.[4] Ihr Quintett wurde 2024 für Suisse Diagonales Jazz ausgewählt und gewann im selben Jahr den ZKB Jazzpreis.[2] Wiederum mit ihrem Quintett erschien im Herbst 2025 ihr zweites Album «Circles», dessen Kompositionen in Island entstanden, auf dem Label Neuklang.[5][6] Seit 2025 ist sie zudem mit ihrem neuen Solo-Projekt unterwegs, in welchem sie den Klang des Akkordeons mit Effektpedalen abändert. Weiterhin ist sie mit dem Tzupati Orchestra («Half a Dozen», 2023) zu hören.