Lechfall
Wasserfall des Lechs in der Gemeinde Füssen in Bayern
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Der Lechfall ist ein knapp 8 Meter hohes, in ganzer Breite überströmtes Stauwehr, über das der Lech beim Verlassen der Nördlichen Kalkalpen am südlichen Stadtrand von Füssen in eine kurze Klamm stürzt.
| Lechfall (auch Mang-Fall genannt) | ||
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Lechfall in Füssen | ||
| Koordinaten | 47° 33′ 42,5″ N, 10° 41′ 41,3″ O | |
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| Ort | Füssen, Allgäuer Alpen/Ammergauer Alpen, Bayern | |
| Höhe | 8 m Fallkante: 795 m Prallzone: 787 m | |
| Breite | 49 m | |
| Anzahl der Fallstufen | 3 (Stauwehrtreppe von 5,2 m, darunter 1,8 m und <1 m)[1] | |
| Mittlerer Durchfluss (MQ) | 65,8 m³/s | |
| Fallender Wasserlauf | Lech | |
Lage und Entstehung der Lechklamm
Der Lechfall befindet sich am südlichen Ende einer rund 150 Meter langen und gut zwanzig Meter tiefen Klamm, in der der Lech einen Felsriegel durchbricht, der nach Westen hin dem Falkensteinkamm und östlich den Ammergauer Alpen zugerechnet wird. Ihre Entstehung begann am Ende der Würmeiszeit vor etwa 12.000 Jahren, als die Schmelzwasser des Lech-Gletschers noch einen großen See bildeten, der sich bis zum heutigen Pfronten erstreckte. Als Abfluss dieses Sees stürzte der Lech zunächst über den Felsriegel in den damaligen Füssener See und erodierte dann die enge Schlucht in die massigen Riffkalksteine des Wettersteinkalks.[2]
Bau des Stauwehrs
Zusammen mit einem Ableitungsstollen wurde das Stauwehr zur Nutzung der Wasserkraft in den Jahren 1784–1787 errichtet. Die Baumaßnahme wurde seinerzeit auch als Schaffung eines Wasserfalles kommuniziert, eindrucksvoller als der einstige natürliche Katarakt. Im Zuge einer Modernisierung des Wasserkraftwerkes wurden inzwischen verbleibende Mindestwassermengen für den Lechfall festgeschrieben.
Touristische und kulturelle Bedeutung
Trotz des technischen Charakters besitzt das überströmte Wehr eine nennenswerte touristische Anziehungskraft, zumal der Wassersturz den wasserreichsten natürlichen Wasserfall Deutschlands, den Alzfall bei Altenmarkt, an mittlerer Wasserführung (65,8 m³/s)[3] und Höhe deutlich übertrifft.
Über den Wasserfall führt der König-Max-Steg, der im Jahr 1895 erbaut wurde. In einer Nische über der Klamm befindet sich eine Büste König Maximilians II.
Der Legende nach sprang der heilige Magnus auf der Flucht vor seinen heidnischen Verfolgern an dieser Stelle über den Lech. Der sogenannte Magnustritt, auch Mangtritt genannt, auf der östlichen Seite wurde im Volksglauben als sein Fußabdruck gedeutet.
Ob für die Stadt Füssen diese Schlucht namengebend war (lateinisch fauces „Schlund, Schlucht, Korridor“), ist umstritten.[4]
Schutzstatus
Der Lechfall mit Klamm ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop ausgewiesen.[5] Das Geotop gehört zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns.[6] Die Lechklamm ist auch als Naturdenkmal ausgewiesen.[7] Der Magnustritt und die König-Max-Büste stehen unter Denkmalschutz.[8]

