Lehrerkind

Kind eines Lehrerehepaars From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Lehrerkind werden Kinder von Lehrerehepaaren bezeichnet. Ihre Besonderheiten wurden mehrfach untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht.

In Frankreich wurden die Schulergebnisse von Lehrerkindern mit denen von Kindern von Führungskräften verglichen. Dabei erreichen prozentual mehr Lehrerkinder einen Abschluss Baccalauréat scientifique als Kinder von Führungskräften. Kinder von Lehrern haben mehr Chancen als alle anderen, die besten Ergebnisse zu erzielen.[1]

Lehrerkinder haben es als Schüler oft nicht leicht, vor allem, wenn die Sprösslinge der Lehrer zur selben Schule gehen. Lehrerkinder werden mitunter als perfektes Opfer gesehen und sind oft in der Klasse nicht allzu beliebt. So wurde zum Beispiel das Lehrerkind Anthony Hopkins als Kind von Lehrern geschlagen und von Mitschülern gemobbt.[2] Vielen Lehrerkindern ist es im Teenageralter peinlich, sich mit ihren Eltern zu zeigen.[3]

Die Wissenschaftler Martin Rothland, Johannes König und Martin Drahmann untersuchten auf der Basis einer Stichprobe von 6437 Lehramtsstudenten aus den deutschsprachigen Ländern, ob eine Berufsvererbung bei Lehrerkindern eine bedeutende Rolle spielt. Im Ergebnis zeigte sich, dass dieser Effekt jedoch nur schwach ausgeprägt ist. Jedoch haben Lehramtsstudierende mit Lehrern als Eltern ein realistischeres Bild vom Lehrerberuf.[4]

Ein Lehrerkind wird immer ein bisschen mehr gefordert: Er muss sich besser benehmen als andere, weil er von seinen Klassenkameraden, von den Kollegen seiner Eltern und von anderen Eltern beobachtet wird.[5]

Persönlichkeiten

Folgende Personen sind bzw. waren Sohn oder Tochter zweier Lehrer:

Literatur

Einzelnachweise

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