Leimea Leten
Suco in Osttimor
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Leimea Leten (deutsch „Ober-Leimea“; Leimiea Leten, Lemian, Lemia) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Atsabe (Gemeinde Ermera).
Geographie
| Leimea Leten | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Ahigara | 8° 53′ 16″ S, 125° 23′ 23″ O | 1340 m |
| Biabuti | 8° 54′ 5″ S, 125° 22′ 48″ O | 1241 m |
| Buibaro | 8° 53′ 44″ S, 125° 23′ 27″ O | 1340 m |
| Galaimata | 8° 53′ 17″ S, 125° 23′ 4″ O | 1269 m |
| Leulara | 8° 52′ 50″ S, 125° 22′ 58″ O | 1270 m |
| Olacata | 8° 53′ 29″ S, 125° 24′ 6″ O | 1432 m |
| Orbeto | 8° 53′ 23″ S, 125° 22′ 44″ O | 1228 m |
| Porema | 8° 53′ 31″ S, 125° 22′ 40″ O | 1228 m |
| Raebou | 8° 53′ 14″ S, 125° 21′ 32″ O | 1086 m |
| Ramiah | 8° 53′ 21″ S, 125° 22′ 34″ O | 1228 m |
| Realia | 8° 52′ 45″ S, 125° 22′ 3″ O | 1146 m |
| Susorema | 8° 53′ 5″ S, 125° 21′ 25″ O | 779 m |
Der Suco liegt im Norden des Verwaltungsamts Atsabe. Südlich liegen die Sucos Laubono, Tiarlelo, Malabe, Baboi Craic und Baboi Leten. Im Nordwesten grenzt Leimea Leten an das Verwaltungsamt Hatulia mit seinen Sucos Leimea-Craic und Leimea-Sarinbalo und im Nordosten an das Verwaltungsamt Letefoho mit seinen Sucos Catraileten und Lauana. Die Grenze zu Leimea-Sarinbalo bildet der Fluss Ladibau. Die Südgrenze folgt der Magapu, in den auch der in Leimea Leten entspringende Leteu mündet. Der Magapu endet in den Baluani, dem Grenzfluss zu Laubono, der wiederum im Ladiban endet, der im Grenzgebiet zu Leimea-Craic entspringt. Alle Flüsse gehören zum System des Lóis.[4] Bei der Gebietsreform 2015 wurden keine nennenswerten Änderungen im Grenzverlauf von Leimea Leten durchgeführt. Vor der Reform hatte man für Leimea Leten eine Fläche von 20,02 km² ermittelt.[5] Danach mass man 19,83 km².[1]
Im Osten von Leimea Leten liegen die Dörfer Olacata (Olekata), Buibaro (Bibaro), Ahigara (Ahegura, Ahegara), Galaimata und Leulara, im Süden Biabuti (Biaboti), im Westen Susorema, Raebou (Raibo) und Realia und im Zentrum Orbeto, Ramiah und Porema. In Orbeto befindet sich eine Grundschule, die Escola Primaria No. 787 Leimea Leten.[6][7]
Im Suco befinden sich die acht Aldeias Ahigara, Biabuti, Buibaro, Leulara, Olacata, Orbeto, Raebou und Raelia.[8]
Einwohner
Geschichte
Laclo und das Reich von Leimea gelten als Ursprung der Ethnie der Kemak.[10]
Im 17. Jahrhundert wurde Leimea als ein großes Reich beschrieben, das Wachs und Sandelholz produzierte.[11.1] Leimea beteiligte sich zumindest zeitweise an der Cailaco-Rebellion (1719–1769) gegen die portugiesische Kolonialmacht.[12.1] Danach unterstützten sie wieder die Portugiesen.[12.2]
Im Frühjahr 1867 erhob sich Leimea gegen die portugiesische Kolonialmacht. Gouverneur Francisco Teixeira da Silva (1865–1869) schlug den Widerstand in einem ungleichen Kampf nieder. In der 48 Stunden dauernden entscheidenden Schlacht mussten sich die Rebellen gegen eine an Feuerkraft überlegene Übermacht wehren. 15 Dörfer wurden eingenommen und niedergebrannt. Die Anzahl der Opfer unter den Timoresen ist nicht bekannt, die Portugiesen bezifferten ihre eigenen Verluste mit zwei Toten und acht Verwundeten. Das Territorium Leimeas wurde auf die benachbarten Reiche aufgeteilt.[12.3] Laut Carlos Filipe Ximenes Belo soll Leimea erst unter Gouverneur José Celestino da Silva (1894–1908) wegen seiner andauernden Beteiligung an Aufständen endgültig aufgeteilt worden sein. Leimea Leten kam so zu Atsabe.[11]
Politik
1964 war Adelino Gomes Chefe de Suco von Leimea Leten. Sein Neffe Manuel Martins war zeitgleich Chefe de Suco von Leimea-Sarinbalo.[11.2]
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde José Gomes zum Chefe de Suco gewählt.[13] Bei den Wahlen 2009 gewann José de Aráujo.[14] und wurde 2016 in seinem Amt bestätigt.[15]
Weblinks
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Leimea Leten (tetum; PDF; 8,5 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Leimea Leten (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Atsabe (tetum)


