Leimenhaus

Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Thurnau im Landkreis Thurnau From Wikipedia, the free encyclopedia

Leimenhaus (oberfränkisch: Lamah-haus[1]) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Thurnau im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern.

Geographie

Die ehemalige Einöde lag 200 Meter südlich von Hutschdorf auf einer Höhe von 338 m ü. NHN. Im Süden grenzte eine bewaldete Anhöhe an.[2]

Geschichte

Leimenhaus war eine Ausgründung, die vom Hofbesitzer des Hauses Nr. 41 (= Halbhof in Fahrenbühl) erfolgte. Das Anwesen wurde in einer Beschreibung der Giech’schen Herrschaft Thurnau von 1799 erstmals erwähnt, jedoch ohne den späteren Namen.[3] 1867 wurde das Anwesen erstmals als „Leimenhaus“ bezeichnet.[4] Das Toponym bezeichnet ein aus Lehm gebautes Haus.[3] Ab 1907 wurde Leimenhaus als „Trinkerheilstätte Immanuel“ genutzt. Zum Anwesen gehörten 2,5 Hektar Grund, es gab ursprünglich 16 Therapieplätze.[5] 1932 wurde die Anstalt aufgelöst und das ursprüngliche Anwesen abgerissen.[3] Auf seinem Grund entstand eine neue Anstalt, die 1940/41 für die sogenannte Kinderlandverschickung genutzt wurde, danach als Lungenheilstätte und seit 1961 als Fachklinik für suchtkranke Frauen (→ Fachklinik Haus Immanuel).

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001861001871001885001900001925
Einwohner 1287527
Häuser[6] 111
Quelle [4][7][8][9][10]
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Religion

Der Ort war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.[4]

Literatur

Fußnoten

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