Lelio Basso
italienischer Jurist, Publizist und Politiker
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Lelio Basso (* 25. Dezember 1903 in Varazze; † 16. Dezember 1978 in Rom) war ein italienischer Jurist, Publizist und linkssozialistischer Politiker.

Basso war als Student an der Universität Pavia Mitglied der Sozialistischen Partei Italiens geworden und wurde während der Zeit des italienischen Faschismus zweimal inhaftiert. Zwischen den Internierungen war er bereits als Rechtsanwalt in Mailand tätig.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Basso eine der wichtigsten Personen des linken Flügels der sozialistischen Partei, 1963 wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Daraufhin beteiligte er sich maßgeblich an der Gründung der Partito Socialista Italiano di Unità Proletaria (PSIUP), die von 1964 bis 1972 existierte.
Als Experte für internationales Recht wirkte Basso an Russell-Tribunalen mit.
Schriften (Auswahl deutscher Übersetzungen)
- Zur Theorie des politischen Konflikts (Aus dem Italienischen übersetzt von Christel Schenker), Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1969
- Rosa Luxemburgs Dialektik der Revolution (Aus dem Italienischen von Karin Monte), Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt, 1969
- Gesellschaftsformation und Staatsform (mit einem Nachwort von Oskar Negt), Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1975, ISBN 3-518-00720-3.
Literatur
- Piero Craveri: Basso, Lelio. In: Massimiliano Pavan (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 34: Primo supplemento A–C. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1988.
Weblinks
- Lelio Basso VI Legislatura Senato della Repubblica VI Legislatura 1972–1976 (italienisch)
- Lelio Basso auf Camera dei Deputati – Portale storico (italienisch)
- Lelio Basso-Stiftung, mit biografischer Skizze (italienisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Basso, Lelio |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Jurist, Publizist und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Dezember 1903 |
| GEBURTSORT | Varazze |
| STERBEDATUM | 16. Dezember 1978 |
| STERBEORT | Rom |