Lenz-Typ o

Dampflokomotive mit 750 mm Spurweite From Wikipedia, the free encyclopedia

Lenz-Typ o war die Bezeichnung von dreiachsigen Dampflokomotiven mit 750 mm Spurweite, die bei der Altmärkischen Kleinbahn, den Demminer Kleinbahnen Ost und der Kleinbahn Casekow–Penkun–Oder von Lenz & Co. eingesetzt wurden. Unter der Bezeichnung wurden zwei Konstruktionen der Hersteller Hanomag und Hohenzollern zusammengefasst, deren Gemeinsamkeit war, dass sie einen Außenrahmen hatten. Von den mindestens 9 unter dieser Typ-Bezeichnung eingesetzten Maschinen ist keine erhalten geblieben.

Lenz-Typ o
Anzahl:45
Hersteller:HanomagHohenzollern
Baujahre:1897–19101898–1900
Ausmusterung:1922 / 1947nach 1945
Gattung:C n2t
Spurweite:750 mm
Höchstgeschwindigkeit:30 km/h25 km/h
Indizierte Leistung:66 kW
Länge über Puffer:6.490 mm
Höhe:3.100 mm
Breite:~ 2.130 mm
Gesamtradstand:1.950 mm2.000 mm
Leermasse:11,8 t
Dienstmasse:15,6 t
Zylinderanzahl:2
Zylinderdurchmesser:270 mm
Kolbenhub:340 mm
Kuppelraddurchmesser:720 mm
Steuerungsart:JoyHeusinger
Kesseldruck:12 bar
Rostfläche:0,6 m²0,5 m²
Verdampfungsheizfläche:30,5 m²29,3 m²
Wasservorrat:2 m³
Brennstoffvorrat:0,8 t

Typ Hanomag

Die Altmärkische Kleinbahn GmbH beschaffte 1897 zwei Lokomotiven von Hanomag, die die Betriebsnummern 1 und 2 erhielten. 1902 und 1910 wurde je eine Lokomotive nachgeliefert, die die Betriebsnummer 4 und 5 bekamen. Betriebsführer Lenz & Co ordnete diesen den Gattungsbuchstaben „o“ zu.

Nach der Umspurung der schmalspurigen Strecke der Altmärkischen Kleinbahn 1921/1922 wurden die zwei älteren Loks von Hanomag ausgemustert und die zwei neueren 1924 an die Rügensche Kleinbahn abgegeben. Sie erhielten dort die Betriebsnummern 11 und 12.[1] Dort wurden sie vor allem für Kreidezüge zwischen Klein Stubben und Puddemin eingesetzt, die Fahrzeuge bewährten sich aufgrund ihres Fahrwerks aber nicht.[2] Ausgemustert wurden die Loks 1947.[1]

Vier Lokomotiven des gleichen Typs wurden 1903 von der nicht von Lenz & Co betriebenen Kleinbahn Lingen–Berge–Quakenbrück beschafft, eine fünfte 1908. Sie trugen die Betriebsnummern 1 bis 5. Die Bahn wurde aber nicht durch Lenz & Co betrieben, so dass sie auch nicht mit der Gattungsbezeichnung „o“ versehen waren. Drei Lokomotiven dieser Kleinbahn wurden in den 1920er Jahren verkauft, die beiden letzten spätestens 1949 abgestellt und 1952 verschrottet.[3]

Typ Hohenzollern

Die Aktiengesellschaft für Lokomotivbau Hohenzollern lieferte für die Kleinbahn Casekow–Penkun–Oder vier Lokomotiven,[4] Betriebsnummern 2–5. Die Bahn wurden von den Stahlbahnwerken Freudenstein & Co aus Berlin gebaut und nach Fertigstellung von Lenz & Co betrieben. Auch diese Lokomotiven erhielten den Gattungsbuchstaben „o“. Eine Lok für die Demminer Kleinbahnen Ost, Betriebsnummer 6, wurde von Lenz & Co. direkt beschafft.

Bei den Lokomotiven von Hohenzollern war man zwar mit der Leistung zufrieden, aber auch bei diesen Fahrzeugen verschliss der Oberbau wegen ungenügender Laufeigenschaften stärker als bei anderen Lokomotiven. Dennoch standen sie auf ihren Strecken bis 1945 im Einsatz und wurden dann als Reparationen in die Sowjetunion verbracht.[4]

Einzelnachweise

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