Leon Schiller

polnischer Theaterregisseur und Theatertheoretiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leon Schiller eigentl. Leon Schiller de Schildenfeld (* 14. März 1887 in Krakau; † 25. März 1954 in Warschau) war ein polnischer Theaterregisseur und -theoretiker.

Leon Schiller (1931)

Leben

Leon Schiller entstammte einer von Kaiserin Maria Theresia geadelten österreichischen Familie,[1] die sich im 19. Jahrhundert im polnischen Teil Österreich-Ungarns niederließ. Er studierte Philosophie und polnische Philologie in Krakau und an der Sorbonne in Paris. Zu Beginn seiner Theaterlaufbahn trat er 1906 als Sänger in Warschauer Cabarets auf und begann 1917 die Arbeit als Regisseur am Polnischen Theater in Warschau. 1933 wurde er Leiter der Regieabteilung der Staatlichen Schauspielschule Warschau (PIST).

Während des Zweiten Weltkriegs wurde er 1941, nachdem der Volksdeutsche Igo Sym von Polen ermordet worden war, von den deutschen Besatzern nach Auschwitz-Birkenau verschleppt und von seiner Schwester gegen 12.000 Złoty freigekauft. Nach dem Krieg kehrte er als Leiter der Schauspielschule in Łódź zu seiner Pädagogentätigkeit zurück und blieb es bis 1949. Daneben leitete er von 1946 bis 1949 das Teatr Wojska Polskiego in Łódź. Von 1947 bis 1949 war er außerdem der Chefredakteur des Magazins Teatr. Schiller war ein dogmatischer Kommunist und Stütze des stalinistischen Regimes in Polen.

Wichtige Arbeiten

Ehrungen

Literatur

Einzelnachweis

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