Leonhard Jansen

deutscher Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Leonhard Jansen (* 26. Juli 1906 in Mönchengladbach; † 22. Januar 1997 in Brüggen) war ein deutscher Dichter und Schriftsteller.

Leben

Leonhard Jansen, Sohn von Katharina Jansen, geborener Erdweg, und des Kunstfärbers und Pianisten August Jansen, wurde am 26. Juli 1906 in Mönchengladbach geboren. Seit 1929 lebte er in Brüggen in der Region Niederrhein. Er war zunächst Tischlerlehrling und verfasste zu dieser Zeit bereits Gedichte. Im Jahr 1932 gründete Leonhard Jansen die Brüggener Spielschar, ein Amateurtheater, dessen langjähriger Leiter er war. Wegen seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus wurde er vorzeitig zum Militärdienst in einer Sondereinheit eingezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er im Vorsitz des Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner (VdK, seit 1994: Sozialverband VdK Deutschland) und im Rat der Gemeinde Brüggen. Ab 1957 war er Leiter der Volkshochschule in Brüggen. Jansen verfasste zahlreiche Romane, Erzählbände, Gedichte und Bühnenstücke, über 30 Hörfunk- sowie 2 Fernsehsendungen mit Lyrik. Leonhard Jansen war römisch-katholisch, ab 1928 verheiratet mit Elisabeth Jansen, geborener van Eck, und hatte zwei Kinder (Elisabeth und Bruno). Am 22. Januar 1997 starb er in Brüggen.

Auszeichnungen

  • 1970: Literaturpreis des VdK
  • 1970: Werner-Jaeger-Medaille
  • 1980: Rheinlandtaler des Landschaftsverbands Rheinland
  • 1981: Ehrennadel der Stadt Mönchengladbach
  • 1981: Friedensplakette des Heimkehrerverbandes Deutschland
  • 1986: Goldene Ehrennadel des Bundesverbandes des VdK
  • 1989: Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Brüggen.

Werke

Erzählungen

Romane

  • Die Straße einer Frau (1953)
  • Die Bartels (1961)
  • In die helle Nacht (1963)
  • Ein Licht bleibt über uns (1963)
  • Der letzte Morgen (1970)
  • Von dieser Stunde an (1971)
  • Nach Sonnenuntergang (1982), ISBN 3-7053-1738-5
  • Die Jahre des Adam Dankert (1983), ISBN 3-922765-07-6
  • Die krummen Wege des Bartholomäus Überspringer (1984)
  • Wer war Kamper (1988), ISBN 3-922765-26-2
  • Das Leben der Gertrud P. (1995), ISBN 3-924182-36-1

Dramen

  • Wer trägt die Schuld? Schauspiel (1948)
  • St. Martin heute (1973)
  • So konnte es sein (1974)

Lyrik

Literatur

  • Margret Cordt: Der Brüggener Schriftsteller Leonhard Jansen. In: Heimatbuch des Kreises Viersen 1996. Viersen 1995, S. 34–39.
  • Jansen, Leonhard.In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 579.
  • Roman Bach: Leonhard Jansen. In: Heimatbuch des Kreises Kempen-Krefeld (1950–1974). Kempen-Krefeld 1970.
  • Margret Cordt: Porträt des Brüggener Schriftstellers Leonhard Jansen (= Schriftenreihe des Kreises Viersen. Band 30). Viersen 1979.

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