Leontica

Ortschaft im Schweizer Kanton Tessin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leontica (lombardisch Lontia [ˈlontja, ˈlontia][1]) ist eine Ortschaft in der 2004 gebildeten politischen Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Zuvor bildete sie eine eigenständige Gemeinde.

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Leontica
Wappen von Leontica
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Acquarossa
Gemeinde: Acquarossai2
Postleitzahl: 6716
Koordinaten: 714122 / 145793
Höhe: 874 m ü. M.
Fläche: 7,37 km²
Einwohner: 303 (2003)
Einwohnerdichte: 41 Einw. pro km²
Website: www.acquarossa.ch
Leontica
Leontica
Karte
Leontica (Schweiz)
Leontica (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004
Luftbild (1954)
Leontica

Geographie

Das Dorf Leontica liegt im mittleren Bleniotal auf einer Höhe von 876 m ü. M. Die ehemalige Gemeinde erstreckte sich vom Fluss Brenno bis zu den Abhängen des Nara (2330 m ü. M.) und umfasste neben dem Dorf Leontica auch den wenig über dem Talgrund liegenden Weiler Comprovasco.

Geschichte

Das Dorf wird urkundlich erstmals 1204 als Levontega erwähnt. Im Namen steckt der Volksname der Lepontier.[1] Es bildete damals eine eigene Nachbarschaft (vicinìa), die zur fagìa Malvaglia oder de subtus gehörte. Ein Entscheid des Bundesgerichts von 1926 machte den Streitigkeiten mit Corzoneso über Allmenden ein Ende.

Am 4. April 2004 schlossen sich die zuvor selbständigen Gemeinden Castro, Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Marolta, Ponto Valentino und Prugiasco zur neu gebildeten Gemeinde Acquarossa zusammen. Leontica bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[2][3]

Bevölkerung

Leontica: Einwohnerzahlen von 1683 bis 2003
Jahr  Einwohner
1683
 
605
1719
 
467
1769
 
535
1799
 
542
1824
 
543
1836
 
569
1850
 
473
1860
 
475
1870
 
439
1880
 
396
1900
 
395
1910
 
421
1920
 
398
1930
 
440
1941
 
438
1950
 
408
1960
 
383
1970
 
367
1980
 
298
1990
 
279
2000
 
267
2003
 
303
Quelle(n): Bundesamt für Statistik[4][5]

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche San Giovanni Battista, erstmals im Jahr 1204 erwähnt, renoviert 1778–1784 unter der Leitung von Tommaso Colonetti; Kirchturm von Riccardo Gianella (1925). Im Innern ein Hochaltar (1780) von Carlo Andrea Galetti aus San Fedele Intelvi und die drei Fresken Battesimo di Cristo, Madonna Assunta und San Giovanni Evangelista des Malers Lorenzo Peretti aus Buttogno.[6] In der Rosenkranzkapelle befindet sich eine Holzstatue der Madonna mit Kind (1523), in der zweiten Kapelle von links ein Holztabernakel des 17. Jahrhunderts.[7][8]
  • ehemaliges Kurhotel Terme mit Thermalbad, erbaut 1887 von Giuseppe Martinoli
  • Schalenstein auf dem Monte Foppa (1562 m ü. M.)[9]

Veranstaltungen

  • La milizia storica napoleonica[10]

Sport

  • Unterhalb des Pizzo Molare liegt die Piandios-Hütte, in der Bergwanderer übernachten können[11]
  • Das mit einer Sesselbahn zu erreichende Skigebiet Leontica-Nara umfasst 30 Pistenkilometer und bietet auch eine Schlittelpiste[12]

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

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