Lesbian Space Princess
Animierter Science-Fiction-Film von Emma Hough Hobbs und Leela Varghese (2025)
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Lesbian Space Princess ist ein animierter Science-Fiction-Film unter der Regie von Emma Hough Hobbs und Leela Varghese. Der Film erzählt die Geschichte der Weltraumprinzessin Saira, die gezwungen ist, ihren Heimatplaneten Clitopolis zu verlassen, um ihre entführte Ex-Freundin aus den Händen der Straight White Maliens zu befreien. Als erster südaustralischer Animationsfilm feierte er seine internationale Premiere in der Panorama-Sektion der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2025. Bei der Verleihung der 39. Teddy Awards 2025 wurde dort Lesbian Space Princess der Preis für den besten Spielfilm zuerkannt.
| Film | |
| Titel | Lesbian Space Princess |
|---|---|
| Produktionsland | Australien |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 87 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | We Made A Thing Studios |
| Stab | |
| Regie | Emma Hough Hobbs, Leela Varghese |
| Drehbuch | Emma Hough Hobbs, Leela Varghese |
| Produktion | Tom Phillips |
| Musik | Michael Darren |
| Schnitt | Ben Fernandez |
| Besetzung | |
| |
| → Synchronisation | |
Handlung
Für Saira, Prinzessin und Tochter der lesbischen Königinnen des Planeten Clitopolis, bricht die Welt zusammen, als ihre große Liebe Kiki, eine Kopfgeldjägerin, die Beziehung beendet. Der Grund: Sairas übermäßige emotionale Bedürftigkeit. Die Trennung stürzt Saira in eine tiefe Krise, doch kurz darauf wendet sich das Blatt dramatisch – Kiki wird entführt. Die Täter, eine Gruppierung von heterosexuellen, weißen Außenseitern und Incels, die sich Straight White Maliens nennen, fordern als Lösegeld die königliche Labrys, die mächtigste Waffe der Lesben. Doch Saira besitzt diese Waffe nicht.
Entschlossen, ihre Ex-Freundin zu retten, verlässt Saira zum ersten Mal ihren Heimatplaneten und begibt sich auf eine „inter-gay-laktische“ Mission. Innerhalb von nur 24 Stunden muss sie den Mut finden, sich den Gefahren des Universums zu stellen, und gleichzeitig ihre eigenen Selbstzweifel überwinden.[2][3]
Produktion und Hintergründe
Regie führten die Debütantinnen Emma Hough Hobbs und Leela Varghese, produziert wurde der Film von Tom Phillips unter dem Banner von We Made a Thing Studios. Entstanden ist das Projekt im Rahmen des Film Lab: New Voices-Programms, einer Initiative der South Australian Film Corporation (SAFC), des Adelaide Film Festivals (AFF) und von Screen Australia, die darauf abzielt, neue und vielfältige Filmschaffende zu fördern.[4]
Synchronisation
Die deutsche Synchronisation des Films entstand bei der 19 Synchron nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Alessandro Alioto.[5]
| Rolle | Englischer Sprecher | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Saira | Shabana Azeez | Genet Zegay |
| Willow | Gemma Chua-Tran | Lena Urzendowsky[6] |
| Kiki | Bernie Van Tiel | Lana Cooper |
| Problematic Ship | Richard Roxburgh | Torben Liebrecht |
| Malien-Anführer | Mark Bonanno | Marius Clarén |
| Malien Josh | Broden Kelly | Yannik Raiss |
| Malien Larry | Zachary Ruane | Phillipp Lind |
| Blade | Kween Kong | Kelly Heelton |
| Königin Anne | Madeleine Sami | Jasmin Tabatabai |
| Königin Leanne | Jordan Raskopoulos | Katy Karrenbauer |
Veröffentlichung
Beim Adelaide Film Festival wurde der Film am 27. Oktober 2024 in vier ausverkauften Work-in-Progress-Vorführungen gezeigt und erhielt dort den Publikumspreis für den besten Spielfilm.[4] Im Rahmen der Berlinale 2025 erhielt der Film den Teddy Award für den Besten Spielfilm, der für herausragende LGBTQIA+-Filme verliehen wird.[7] Beim Panorama-Publikumspreis erreichte er den 2. Platz.[8]
Der Kinostart in Australien war am 11. September 2025.[9] Der deutsche Kinostart erfolgte am 22. Januar 2026.[10]
Rezeption
Arabella Wintermayr kommt in der Taz zu der Einschätzung, dass Lesbian Space Princess queere Identitäten mit spielerischem Stolz ernst nimmt. Sie meint, dass der Film als humorvolle Space-Opera, die sich aus queerer Popkultur speist, Klischees gleichzeitig feiert und bricht.[11]
David Opie beschreibt den Film in IndieWire als: „Intergalaktischen, queeren Liebesbrief voller kreativer Popkultur-Referenzen.“[12]
In Variety schreibt Carlos Aguilar: „‚Lesbian Space Princess‘ feiert ihre ungehemmte Albernheit und ihren freien Geist. Die absurden Witze – etwa ein körperloses, tanzendes Genital, das zu Beginn die Show stiehlt – scheinen einfach deshalb zu existieren, weil sich die Regisseurinnen selbst totgelacht haben.“[13]
Auszeichnungen
- 2024: Publikumspreis für den besten Spielfilm Adelaide Film Festival
- 2025: Bester Spielfilm beim 39. Teddy Award im Rahmen der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin[14]
- 2025: 2. Platz (Spielfilm) – Panorama Publikums-Preis (Berlinale)[15]
- 2025: Audience Award „Best Australian Feature“ – Sydney Film Festival[16]
- 2025: Grand Prize – Octopus Film Festival[17]
- 2025: Best Film (Noves Visions) – Sitges Film Festival[18]
- 2026: 7 Nominierungen – AACTA Awards (u. a. Best Film)[19]
Weblinks
- Lesbian Space Princess bei IMDb
- Lesbian Space Princess beim deutschen Verleih Salzgeber