Lester Horton
US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge
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Lester Horton (* 23. Januar 1906 in Indianapolis; † 2. November 1953 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge.
Leben
Horton absolvierte eine kurze formale Tanzausbildung, doch einen stärkeren Einfluss übte auf ihn die indianische Tanzkultur aus, die in seiner Heimat noch lebendig war. 1927 verherrlichte er in der in Indianapolis aufgeführten Tanzdarbietung Hiawatha unter Anlehnung an das Gedicht Das Lied von Hiawatha von Henry Wadsworth Longfellow das mystische Leben der Indianer.
Er sah in scheinbar primitiven Tanzformen die Ursprünge des Tanzes und entwickelte davon ausgehend seinen eigenen Stil des Modern Dance. 1928 zog Horton nach Kalifornien und organisierte dort Tanzfestspiele. 1934 gründete er die Lester-Horton-Dancers. 1948 eröffnete er in Los Angeles sein eigenes Tanztheater.
Als Tanzlehrer hatte er großen Einfluss auf den Modern Dance an der Westküste, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Unterricht von weißen und schwarzen Tänzerinnen und Tänzern. Als Lehrerinnen wirkten hier Bella Lewitzky und Joyce Trisler, bedeutende Schüler waren Carmen de Lavallade, Alvin Ailey und James Truitte.
Wichtige, oft revidierte Werke Hortons sind Salome (zuerst 1934, Schlagzeug-Begleitung), Sacre du Printemps (1937, Musik: Igor Strawinsky), Conquest (1938, Musik: Lou Harrison), Liberian Suite (1947, Musik: Duke Ellington), Totem Incantation und The Beloved (beide 1948, Musik: Judith Hamilton).
Literatur
- Horst Koegler, Helmut Günther: Reclams Ballett Lexikon. Reclam, Stuttgart 1984, ISBN 3-15-010328-2, S. 210
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Horton, Lester |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge |
| GEBURTSDATUM | 23. Januar 1906 |
| GEBURTSORT | Indianapolis |
| STERBEDATUM | 2. November 1953 |
| STERBEORT | Los Angeles |