Leucherhof
Ortsteil der Stadt Baunach
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Leucherhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Leucherhof liegt in der Gemarkung Reckenneusig.[3]
Leucherhof Stadt Baunach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 10° 50′ O |
| Höhe: | 247 m ü. NHN |
| Einwohner: | 0 (1. Jan. 2025)[1] |
| Postleitzahl: | 96148 |
| Vorwahl: | 09544 |
Luftbild (2023) | |

Geografie
Die Einöde liegt auf freier Flur am Grundgraben, der etwas weiter westlich als linker Zufluss in die Baunach mündet. Im Süden mündet der Sendelbach als rechter Zufluss in die Baunach. Unmittelbar östlich führt die Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach vorbei. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Bundesstraße 279 bei Reckenneusig (0,4 km südwestlich) bzw. nach Reckendorf (1,6 km nördlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1396 in einem Verzeichnis der Grafen von Truhendingen als „Lewgerhof“, einem Halbhof in der Lewgerau, aufgelistet.[5] Bald darauf erlosch die truhendingische Lehenshoheit; fortan war das Hochstift Bamberg Lehensherr. 1416 erkaufte sich Gernold von Truchseß die grundherrlichen Ansprüche über den Leucherhof.[6] Verwaltet wurde der Leucherhof vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg.[7]
Leucherhof gehörte zur Realgemeinde Reckenneusig. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es bestand Leucherhof aus 3 Anwesen (1 Hof, 1 Haus mit Stadel, 1 Schäferei). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kastenamt Baunach.[8]
Im Jahre 1802 kam Leucherhof an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Leucherhof der Ruralgemeinde Reckenneusig zugewiesen.[9] Am 1. Januar 1972 wurde Leucherhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.[10]
Baudenkmäler
In Leucherhof gibt es drei Baudenkmäler:[11]
- Einfahrt von Haus Nr. 1
- Brücke über die Baunach
- Kruzifix
Einwohnerentwicklung
Religion
Leucherhof ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[8][19]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Leucherhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 333 (Digitalisat).
- Isolde Maierhöfer: Ebern (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 15). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1964, DNB 456999264 (Digitalisat).
Weblinks
- Leucherhof. In: stadt-baunach.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- Leucherhof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- Leucherhof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- Leucherhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. Dezember 2025.
