Leyland Eight
britischer Pkw-Typ der 1920er Jahre
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Der Leyland Eight war ein luxuriöser Pkw, den Leyland Motors von 1920 bis 1923 herstellte.
| Leyland | |
|---|---|
Leyland Eight Tourenwagen 4 Sitzplätze (1921) | |
| Eight | |
| Produktionszeitraum | 1920–1923 |
| Klasse | Oberklasse |
| Karosserieversionen | Tourenwagen, Roadster |
| Motoren | Ottomotor: 6,9–7,3 Liter (85–107 kW) |
| Länge | 4648 mm |
| Breite | |
| Höhe | |
| Radstand | 3200–3810 mm |
| Leergewicht | 1422 kg |
Geschichte
Der Wagen wurde von Leylands Chefingenieur J. G. Parry-Thomas (1884–1927) und seinem Assistenten Reid Railton entworfen und sollte das schönste Auto der Welt werden.[1][2] Der Eight wurde 1920 auf der British International Motor Show in Olympia, London, der Öffentlichkeit vorgestellt, wo er als „Lion of Olympia“ („Löwe von Olympia“) betitelt wurde.[3][4]
Modelle
Es gab zwei Achtzylinder-Motoren zur Auswahl: Der eine hatte einen Hubraum von 6920 cm³ und leistete 115 bhp (85 kW) bei 2500/min., der andere hatte 7266 cm³ Hubraum (Bohrung 89 mm, Hub 146 mm), Doppelvergaser und eine Leistung von 145 bhp (107 kW) bei 3000/min. Beide Motoren waren mit je einer obenliegenden Nockenwelle (SOHC) und halbkugelförmigen Brennräumen ausgestattet. Eine Besonderheit des Motors (zumindest des größeren) liegt in den Ventilfedern; beide Ventile eines Zylinders nutzen eine mittig eingespannte Blattfeder als gemeinsame Ventilfeder.
Das Fahrwerk hatte elliptische Blattfedern vorn und hinten. Die Bremsen (mit Vakuum-Bremskraftverstärker) wirkten nur auf die Hinterräder.
Werksgefertigte Karosserien gab es als offene Tourenwagen mit zwei oder fünf Sitzplätzen. Außerdem wurden Fahrgestelle mit Antrieb an Stellmacher ausgeliefert. Die Wagen waren sehr teuer; die Fahrgestelle mit Antrieb kosteten 1920 £ 2500, ein Preis, der für 1922 auf £ 1875 sank. Von diesem teuersten Automobil im Vereinigten Königreich wurden nur 18 Stück gefertigt.[5]

Der Leyland-Chefingenieur J.G. Parry-Thomas baute den Leyland-Thomas, ein Rennfahrzeug, das auf dem Leyland Eight basierte.[3]
Sonstiges
Michael Collins, der irische Politiker und Revolutionsführer, fuhr in einem Leyland Eight, als er 1922 erschossen wurde.
Siehe auch
Arab – eine Autofirma, die von Railton gegründet wurde
Literatur
- David Culshaw und Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975. Veloce Publishing PLC, Dorchester 1997, ISBN 1-874105-93-6.
- Hugh Tours: The Leyland Eight. In: Profile Cars. Band 25. Profile Publications.
