Leza Uffer

Schweizer Romanist, Dichter und Herausgeber rätoromanischer Märchen. From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Leza Uffer war der Sohn des Lehrers und Schriftstellers Giatgen Mitgel Uffer und der Anna Sibila geborene Spinas. Die jüngere Schwester Margarita Uffer war eine rätoromanische Schriftstellerin, die den Linguisten Giuseppe Gangale, einen Erforscher von Minderheitensprachen, heiratete.[1] Er absolvierte das Gymnasium in St. Gallen und Schwyz und studierte Romanistik und Kunstgeschichte in Zürich, Rom, Florenz, Perugia, Genf und Paris. Uffer wurde 1939 an der Universität Zürich mit einer Dissertation zum rätoromanischen Märchen promoviert. Josy Hasler wurde seine Ehefrau.[2]

Uffer war von 1937 bis 1978 Lehrer an der Kantonsschule St. Gallen und Lektor für Rätoromanisch an der Handelshochschule St. Gallen. Zudem hatte er einen Lehrauftrag für rätoromanische Sprache und rätoromanische Literatur an der Universität Genf.[2]

Bedeutend war Uffer als Sammler, Erforscher und Herausgeber rätoromanischer Märchen. Er veröffentlichte 1948 und 1958 die Gedichtbände Rosas Menlas und Dudisch Sonets toscans. Uffer schuf das sogenannte Interrumantsch als Konzept einer überregionalen Schriftsprache, die auf der surmeirischen Sprache basierte. Für Radio und Fernsehen produzierte er rätoromanische Sendungen. Uffer initiierte 1946 die Zeitung Igl Grischun Central, die er bis 1948 herausgab.[2]

Schriften (Auswahl)

  • Rätoromanische Märchen und ihre Erzähler. Neugesammelte romanische Märchen. Ein Beitrag zur rätischen Märchenforschung (Dissertation). Helbing & Lichtenhahn, Basel 1944.
  • mit Plasch Spegnas: Die Märchen des Barba Plasch. Atlantis, Zürich 1955.
  • Rätoromanische Märchen. Diederichs; Köln 1973 (4. Auflage 1990), ISBN 978-3-424-00483-0.
  • Die Rätoromanen in der Schweiz. In: Alemannisches Jahrbuch. 1961. S. 100–129.

Literatur

  • Reto R. Bezzola. Litteratura dals Rumauntschs e Ladins. Chur 1979. S. 667–668.
  • Annalas, Band 96 (1983). S. 222–228.
  • Igl Noss Sulom, Band 62 (1983).

Belege

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