Lichtenborn

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Lichtenborn ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Lichtenborn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lichtenborn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 7′ N,  18′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 548 m ü. NHN
Fläche: 11,45 km²
Einwohner: 311 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54619
Vorwahlen: 06554, 06559
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 260
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Website: www.lichtenborn.de
Ortsbürgermeister: Alois Leick
Lage der Ortsgemeinde Lichtenborn im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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St. Servatius
Gebäude der Feuerwehr

Geographie

Lage

Lichtenborn befindet sich in der Landschaft Islek, im Westen der Eifel, nur wenige Kilometer östlich der Staatsgrenze zu Luxemburg. Nördlich des Ortes erhebt sich auf 569 m ü. NHN die Lichtenborner Höhe mit einem Rundblick über weite Teile der Landschaft.

Gemeindegebiet

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Ortsteile Lichtenborn, Kopscheid und Stalbach. Zum Ortsteil Lichtenborn gehören auch der Wohnplatz Eppelbruch sowie die Weiler Eulenbruch und Faulenpuhl; zum Ortsteil Stalbach gehört der Weiler Fuchswiese.[2]

Das Gemeindegebiet wird zu 70,2 % landwirtschaftlich genutzt, 20,6 % sind von Wald bestanden (Stand 2019).[3]

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Üttfeld im Nordwesten, Euscheid im Norden, Lünebach und Kinzenburg im Nordosten, Manderscheid im Süden sowie Arzfeld im Südwesten.

Geschichte

Das Gebiet um Lichtenborn war schon früh besiedelt, was durch den Fund von römischen Brandgräbern entlang der Straße nach Kopscheid nachgewiesen werden konnte. Diese stammen aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der heutige Hauptort Lichtenborn 1330 als „lichtbreit“, was in etwa „entwaldete Fläche“ heißt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörten Lichtenborn und Stalbach zum Kondominium Pronsfeld, Kopscheid zur Herrschaft Neuerburg im Herzogtum Luxemburg. Als Verwaltungssitz der Bürgermeisterei Lichtenborn stand es unter preußischer Verwaltung, später kam der Ort zum Amt Waxweiler.

Am 1. Januar 1973 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kopscheid (damals 95 Einwohner) und Stalbach (87) nach Lichtenborn eingemeindet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lichtenborn bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815164
1835227
1871322
1905428
1939450
1950470
1961470
JahrEinwohner
1970460
1987415
1997404
2005359
2011323
2017314
2024311[1]
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Politik

Bürgermeister

Alois Leick wurde 2014 Ortsbürgermeister von Lichtenborn, nachdem er bei der Direktwahl am 25. Mai mit 53,42 % der Stimmen gewählt wurde.[5] Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 70,81 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[6] Er wurde im Juni 2024 wiedergewählt.

Leicks Vorgänger Friedhelm Hermes hatte das Amt von 1989 bis 2014 ausgeübt.[7]

Wappen

Wappen von Lichtenborn
Wappen von Lichtenborn
Blasonierung: „In Silber eine rote Deichsel umgeben von drei schwarzen Schleifen.“[8]
Wappenbegründung: Die Deichsel steht für die Straßengabelung im Dorfzentrum von Lichtenborn, an der die aus dem Prümtal kommende Bundesstraße 410 nach links in Richtung Luxemburg verschwenkt und von der nach rechts in Richtung Belgien die Landesstraße 9 führt.

Die drei ehemaligen Gemeinden Lichtenborn, Kopscheid und Stalbach werden durch drei Schleifen symbolisiert, die in Anlehnung an Ornamenten auf Lichtenborner Schaftkreuzen aus dem 18. Jahrhundert gestaltet sind.

An das Wappen der Familie von Brandenburg und auch an das älteste Wappen der Grafen von Vianden sind die Farben Rot und Silber angelehnt. Den luxemburgischen Herren von Brandenburg gehörte das Patronat über die Lichtenborner Kirche und stammen von den Viandener Grafen ab. Letztere ließen vermutlich die erste Kirche in Lichtenborn bauen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Katholische Pfarrkirche St. Servatius von 1895[9]
  • Über das Gemeindegebiet sind mehrere Wegekreuze verteilt.
  • Um ein Steinkreuz („Schwarzes Kreuz“) in einem Fichtenwald auf Lichtenborner Gebiet ranken sich verschiedene Geschichten und Sagen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Lichtenborn

Grünflächen und Naherholung

  • Enzradweg bei Lichtenborn[10]
  • Wanderreiten[11]

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Lichtenborn ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 72 landwirtschaftliche Betriebe gezählt wurden, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 914 ha auf 942 ha (2010) zugenommen, die von 16 Betrieben bewirtschaftet wurden.[14]

Am südlichen Rande des Ortes verläuft die Bundesstraße 410, von der in Lichtenborn die Landesstraße 9 in Richtung Belgien wegführt.

Öffentliche Einrichtungen

Lichtenborn ist Standort einer Freiwilligen Feuerwehr.

Literatur

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Prüm (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/II). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 96 (222 S., Mit 9 Taf. u. 185 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).
Commons: Lichtenborn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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