LightDM

X-Display-Manager From Wikipedia, the free encyclopedia

LightDM (Light Display Manager) ist ein Display Manager. LightDM ist mit 5.000 Zeilen Programmcode weniger komplex als GDM mit 50.000 Zeilen. Trotzdem stellt er fast die gleiche Funktionalität wie GDM bereit. Die kleinere Codebasis ist einfacher zu warten, kann leichter an neue Anforderungen angepasst werden, und die Ausführungsgeschwindigkeit ist wesentlich höher. Die Designziele sind:[2]

  • schnell: der Display Manager sollte sich nicht in einer längeren Startup-Zeit des Systems niederschlagen.
  • ausfallsicher: Ausnahmesituationen werden behandelt.
  • manipulationssicher: Benutzer mit unerwünschten Absichten haben keine Chance.
  • flexibel: viele Anwendungsszenarien werden unterstützt.
  • erweiterbar: seltene Anwendungsszenarien können durch Plug-ins unterstützt werden.
  • einfach: die Konfiguration soll einfach sein, und die Codebasis einfach zu verstehen und zu ändern.
Schnelle Fakten Basisdaten ...
LightDM
Bildschirmfoto des Anmeldebildschirms unter Ubuntu 11.10
Bildschirmfoto des LightDM-Anmeldebildschirms unter Ubuntu 11.10 Beta 1
Basisdaten
Hauptentwickler Robert Ancell
Erscheinungsjahr 10. September 2010
Aktuelle Version 1.32.0[1]
(18. Juli 2022)
Betriebssystem GNU/Linux
Programmier­sprache C
Kategorie Displaymanager
Lizenz GNU GPL
https://github.com/canonical/lightdm
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LightDM trennt die Kernfunktionen wie beispielsweise den Zugriff auf das ConsoleKit oder das Energiemanagement klar von der Benutzerschnittstelle, dem sogenannten „Greeter“. In LightDM kann man mit einem Aufwand von wenigen Tagen eine neue Benutzerschnittstelle implementieren. LightDM kann mit mehreren Benutzerschnittstellen gleichzeitig umgehen, womit es einfach wird mit neuen Ideen zu experimentieren, und es ermöglicht z. B. einer Distribution einfach ein spezifisches Aussehen zu konfigurieren. Es existieren u. a. Benutzerschnittstellen auf Basis von WebKit, Qt, GTK+ und KDE Plasma.[3][4]

Die einfache Codebasis und die einfache Konfiguration waren die Hauptgründe, dass LightDM der voreingestellte X-Display-Manager ab Ubuntu und Xubuntu 11.10 wurde.[5][6][7] Auch in Lubuntu hat er ab 12.04 den bisher verwendeten LXDM abgelöst[8] und bei Kubuntu löste er mit Version 12.10 den KDE-eigenen KDM ab.[9]

Verfügbare Greeter

Weitere Informationen Name, Hauptmerkmal ...
LightDM Greeter Entwicklung
NameHauptmerkmalVersionWebseite
GTK+ GreeterReferenz-Implementierung in GTK+,[10] Lubuntu-Standard,[8] Xubuntu-Standard[7]1.5.2[10]launchpad.net
KDE GreeterPlasma-Integration,[11][12] Kubuntu-Standard[9]0.3.2.1[13]quickgit.kde.org
Razor GreeterLeichtgewichtig (nur Qt), für Razor-qt[14]0.5.2razor-qt.org
Unity GreeterUbuntu-Standard[6]13.04.1[15]launchpad.net
Nicht weiter entwickelte LightDM Greeter
NameHauptmerkmalVersionWebseite
Crowd GreeterDemonstration eines OpenGL-basierten Greeters[16][17]0.0.2[18]launchpad.net
GTK+ Builder GreeterAlternative Implementierung von LXDE für GTK+ basierend auf GtkBuilder mit WYSIWYG-Theme-Bearbeitung mittels Glade.0.2.0[19]sourceforge.net
Qt GreeterReferenz-Implementierung in Qtlaunchpad.net
WebKit GreeterEinfaches Themen[6]0.1.2[20]launchpad.net
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Commons: LightDM – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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