Lily Weiding

dänische Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Lily Weiding (* 22. Oktober 1924 in Kopenhagen; † 15. Juni 2021 ebenda) war eine dänische Film- und Theaterschauspielerin.

Lily Weiding (1966)

Leben

Sie war die Tochter des dänischen Bassisten Paul Weiding (1895–1987) und seiner Ehefrau Ane Marie Gaardsdal (1895–1984).

Weiding nahm schon früh Ballettunterricht. Im Jahr 1942 debütierte sie als 17-Jährige in Frederiksberg am Frederiksberg Teater (Camp X Aveny) als Emily in dem Theaterstück Vor By. Von 1943 bis 1945 erhielt sie eine Ausbildung an der Eleveskole des Königlichen Theaters Kopenhagen und arbeitete anschließend einige Jahre an diesem Theater.[1]

Von 1958 bis 1966 nahm sie verschiedene Engagements am Riddersalen-Theater und Det kongelige Teaters an, wo sie in verschiedenen erfolgreichen Aufführungen auftrat. Weiterhin trat Lily Weiding in mehreren Hauptrollen am Odense Teater, Husets Teater, Bristol Music Centers Teater und Betty Nansen Teatret auf.[2] Einen großen Erfolg als Theaterschauspielerin hatte sie in dem Theaterdrama American Buffalo, das am 23. November 1975 im Goodman Theatre in Chicago uraufgeführt und mit dem New York Drama Critics’ Circle Award ausgezeichnet sowie für weitere andere Auszeichnungen nominiert wurde.[3] Weiding spielte als Schauspielerin in über 40dänischen Film-und-Fernsehproduktionen mit.[4][5] Zudem war sie als Synchronsprecherin für Zeichentrickfilme tätig.[6]

Im Jahr 1945 heiratete sie den Schauspieler Sigfred Johansen (1908–1953); die Ehe blieb kinderlos. Nach seinem Tod heiratete sie im Jahr 1954 den Schauspieler Mogens Wieth (1919–1962), mit dem sie zwei gemeinsame Töchter hat, Xenia Wieth und die Schauspielerin Julie Wieth.[7] Von 1980 bis zu dessen Tod im Jahr 2018 war Weiding mit dem Schauspieler Morten Grunwald verheiratet, mit dem sie bereits seit 1965 zusammenlebte.[8] Ihre gemeinsame Tochter Tanja Grunwald ist als Castingregisseurin tätig.

Lily Weiding starb am 15. Juni 2021 im Alter von 96 Jahren.[9] Sie wurde an der Seite ihres Ehemannes auf dem Vedbæk-Kirkegard am Nordrand von Kopenhagen beigesetzt.[10]

Filmografie (Auswahl)

  • 1942: Tyrannens fald
  • 1942: Damen med de lyse handsker
  • 1945: De kloge og vi gale
  • 1946: Billet mrk.
  • 1947: Oktoberroser
  • 1947: Familien Swedenhielm
  • 1948: Tre år efter
  • 1948: Kristinus Bergman
  • 1956: Tante Tut fra Paris
  • 1957: De røde tjørne
  • 1957: Sei lieb zu mir (Ingen tid til kærtegn)
  • 1959: Tre må man være
  • 1964: 2 × 2 im Himmelbett (Halløj i himmelsengen)
  • 1967: Martha (Martha)
  • 1971: Tjærehandleren
  • 1974: Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande (Olsen-bandens sidste bedrifter)
  • 1991: En dag i oktober
  • 1993: Det forsømte forår
  • 1997: Hænderne op
  • 1999: Morten Korch – Ved stillebækken (Fernsehserie)
  • 2001: Trækfugle
  • 2003: Dänische Delikatessen (De grønne slagtere)
  • 2008: Anja & Viktor – I medgang og modgang

Auszeichnungen

Weiding wurde zum Ritter des Dannebrogs ernannt. Zudem erhielt sie noch viele weitere Auszeichnungen:

  • 1950: Gösta Ekman-Preis (Gösta Ekman-prisen)
  • 1956: Teaterpokalen
  • 1956: Holger Gabrielsens æreslegat
  • 1961: Frederik Schybcrgs mindelegat
  • 1963: Läkerols Kulturpris
  • 1964: Bodil Ipsen-legatet
  • 1966: Henkel-Preis (Henkel-prisen, heute Lauritzen-Preis)
  • 1970: Tagea Brandts Rejselegat
  • 1970: Ingrid Jespersens Legat
  • 1973: Olaf Poulsen-legatet
Commons: Lily Weiding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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