Lin Hierse
deutsche Journalistin, Autorin und Moderatorin
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Lin Hierse (* 1990 in Braunschweig) ist eine deutsche Journalistin und Autorin.[1] Sie verfasste die Romane Wovon wir träumen (2022) und Das Verschwinden der Welt (2024).
Leben
Hierse studierte Asienwissenschaften und Humangeografie.[2] Vor ihrer journalistischen Arbeit war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig.[3] Sie absolvierte 2018/2019 das taz Panter Volontariat.[4] Der Einstieg in den Journalismus sei ihr wegen fehlender Vorbilder lange schwergefallen.[3]
Wirken
Hierse ist stellvertretende Ressortleiterin der wochentaz.[5] Sie verfasste dort die Kolumne „Poetical Correctness“ über das Leben zwischen Orten, Identitäten und Eindeutigkeiten.[6] Ihr Debütroman Wovon wir träumen (2022) wurde auf SRF Kultur als Auseinandersetzung mit Tochterschaft, Migration sowie Fragen von Herkunft, Identität und Zugehörigkeit beschrieben.[7] Der Roman ist als Erzählung über „Geister der Migration“ und das gute Leben angelegt.[1] Er enthält eine Mutter-Tochter-Geschichte.[8]
Hierses Roman Das Verschwinden der Welt (2024) ist eine Geschichte über die Bewohner eines Hauses, das nach dem Einzug der Protagonistin Marta abgerissen werden soll, und wurde als „Roman voller Schönheit, Hoffnung und Finesse“ bewertet.[9] Er betrachte laut Deutschlandfunk Verlust und Veränderung im Spannungsfeld von Erhalt und Fortschritt und stimmt dabei in einen melancholischen Ton an.[10]