Lindequist
Adelsgeschlecht
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Lindequist ist der Name eines aus Pommern stammenden Adelsgeschlechts schwedischen Ursprungs, das am 12. Dezember 1792 in den Reichsadel erhoben wurde. Erster Namensträger war der königlich schwedische Obristwachtmeister Olof Lindequist auf Grellenberg.

An Besitz konnte die Familie Anfang des 19. Jahrhunderts zunächst Gut Schweikvitz bei Kluis auf Rügen aufzeigen. Zuletzt blieb im 20. Jahrhundert das 719 ha-Gut mit Schloss Grabow bei Möckern.[1] Der kleine Besitz Weiler Wostevitz, zeitweise als Rittergut geführt, bei Dubnitz, heute Stadt Sassnitz, ebenfalls Rügen, wurde über mehrere Generationen gepachtet.
Wappen
Das Wappen (1792) zeigt (innerhalb eines goldenen Schildrandes) in Silber auf grünem Boden einen natürlichen Lindenbaum, dem der Gipfel fehlt. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen (oder grün-silbernen) Decken eine aus kleinen Schnüren geflochtene feurige brennende Kugel (oder drei silberne Straußenfedern).[2][3]
Bekannte Familienmitglieder
- Angelika von Lindequist (1909–1995), Enkelin von Oskar von Lindequist, Ehefrau von Rudolf Petershagen
- Arthur von Lindequist (1855–1937), preußischer Generalleutnant
- Friedrich von Lindequist (1862–1945), Kolonialbeamter des Deutschen Reiches, siehe auch: Hotel Lindequist
- Olof von Lindequist (1844–1903), preußischer Generalmajor
- Oskar von Lindequist (1838–1915), preußischer Generalfeldmarschall
Literatur
- Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie, Band 2, Berlin 1856, S. 40.; Band 3, Berlin 1858, S. 302.
- Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 5, Friedrich Voigt, Leipzig 1864, S. 561
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1916. (GGT), Zehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1915, S. 597 ff.; Fortsetzungen: GGT (Alter Adel und Briefadel) 1922, Gotha 1921, S. 556 ff.; GGT (Alter Adel und Briefadel) 1928, Gotha 1927, S. 360 ff.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1936 und 1940. Teil B (Briefadel). Druck Gotha 1935 und Gotha 1939, S. 357 ff. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft.
- Gothaisches Genealogisches Handbuch, Adelige Häuser, Band 2, Verlag des Deutschen Adelsarchivs, Marburg 2016. ISBN 978-3-9817243-3-2.
Weblinks
- Eintrag auf Adelslexikon.com