Lion Ceccah
litauischer Sänger
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Werdegang
Seine musikalische Ausbildung erfuhr er an der Musikschule von Karoliniškės, wo er von 2000 bis 2007 Violine absolvierte. Gleichzeitig erlernte er Streetdance und Balltanz. Ab 2008 nahm Alenčikas vermehrt an Fernsehshows und Wettbewerben teil. 2011 schloss er sich dem Pro-Musica-Chor der Universität Vilnius an. Zwei Jahre später nahm er am TV-Projekt Chorų Karai (Krieg der Chöre) teil. Nach drei Jahren nach dem Abitur[2] am Wassilij-Katschalow-Gymnasium Vilnius begann er ein Studium am Lehrstuhl für Bühnenkunst[3] am Kolleg Vilnius und schloss dieses mit einem Berufsbachelor des Musiktheaters ab. Danach absolvierte er das Masterstudium[4] an der Musikakademie der Vytautas-Magnus-Universität.[5]
Nach einem Aufenthalt in London nahm er am BTV-Projekt Muzikinė kaukė (Musikmaske) und 2017 an der litauischen Ausgabe von The X Factor teil, wo ihm größere öffentliche Aufmerksamkeit zuteilwurde. Seit etwa derselben Zeit wurde er zu einer der prominentesten Figuren der litauischen Dragszene. Als er vor den Quarantänebestimmungen mit der Organisation sogenannter Drag-Partys begann, waren diese Veranstaltungen geprägt von farbenprächtigen Kostümen, langen Perücken und hohen Absätzen. Danach gewannen Drag-Kultur und -Kunst in Litauen zunehmend an Popularität.[6] Als er 2020 nach dem Konzert unverkleidet, mit Frauenperücke und Make-up eine Bar betrat, wurde er angegriffen.[7] Nach Rücksprache mit einem Juristen wurde der Konflikt durch einen gerichtlichen Vergleich beigelegt.
Unter dem Namen Alen Chicco gab er 2018 mit der von Vytautas Bikus produzierten Single Aš čia sein Debüt. Er gründete das Studio 91, das u. a. den ersten Drag-Workshop Litauens beherbergte.[8]
2019 nahm er erstmals an der litauischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Mit dem Titel Your Cure erreichte er das zweite Halbfinale und konnte sich aus diesem ursprünglich nicht qualifizieren. Aufgrund eines zurückgezogenen Wettbewerbstitel von Monika Marija wurde er jedoch nachträglich für das Finale gesetzt und erreichte dort den fünften von acht Plätzen.[9][10] 2020 nahm er mit Somewhere Out There erneut teil und schied im ersten Halbfinale aus.[11] Auch mit Do You am Wettbewerb 2023 schied er vorzeitig aus.[12]
2025 trat er mit Drobė und seinem neuen Künstlernamen Lion Ceccah an der litauischen Vorentscheidung an und erreichte im Superfinale den zweiten Platz hinter Katarsis.[13] 2026 gewann er die Vorentscheidung schließlich: mit mehr als doppelt so vielen Anrufern wie die zweitplatzierte Band SHWR gewann er die Publikumsabstimmung und wurde zum Sieger erklärt. Mit dem von ihm und Aurimas Galvelis geschriebenen Titel Sólo quiero más wird er Litauen beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten.[14]
Familie
Er hat einen Zwillingsbruder. Seine Mutter wohnt in Estland. Alenčikas wohnt mit seiner Großmutter in Vilnius.[15]
Weblinks
- Porträt (englisch)