Liselotte Rauner

deutsche Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Liselotte Rauner, geborene Clemens (* 21. Februar 1920 in Bernburg/Saale; † 2. Juli 2005 in Bochum), war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben und Werk

Liselotte Clemens entstammte einer Arbeiterfamilie. Sie besuchte eine Real- und eine Handelsschule und machte eine kaufmännische Lehre. Danach absolvierte sie eine Schauspiel- und Gesangsausbildung und trat als Schauspielerin am Stadt- und Landestheater in Bernburg auf. Sie war evangelisch und seit 1941 mit Walter Rauner verheiratet. 1948 zog das Ehepaar nach Wattenscheid. Ab 1967 war sie Mitglied der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen, ab 1969 freie Schriftstellerin und ab 1970 Mitbegründerin des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt. 1998 gründete sie im Gedenken an ihren 1992 verstorbenen Ehemann die Liselotte-und-Walter-Rauner-Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Lyrik in Nordrhein-Westfalen.

Rauners literarisches Werk, das vor allem Arbeitsleben und Alltag der westdeutschen Arbeiterschaft schildert, besteht hauptsächlich aus Gedichten, Epigrammen, Chansons und Kurzprosa. Sie war seit 1971 Mitglied des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Verbandes Deutscher Schriftsteller und seit 1985 des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland; außerdem gehörte sie der Europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ an.

Im Jahr 2008 wurde eine Gedenktafel am Wohnhaus von Liselotte Rauner in der Stresemannstraße 48 im Bochumer Stadtbezirk Wattenscheid angebracht.

Preise und Auszeichnungen

  • Arbeitsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1977
  • Auszeichnung im Bocholter Kulturwettbewerb, 1978
  • Josef-Dietzgen-Förderpreis, 1982
  • Literaturpreis Ruhrgebiet, 1986

Werke

Literatur

  • Rauner, Lieselotte. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 982.
  • Hugo Ernst Käufer (Herausgeber): Liselotte Rauner: Kein Grund zur Sorge, Oberhausen 1985
  • Rainer W. Campmann, Hugo Ernst Käufer (Hrsg.): Augenblicke der Erinnerung, Oberhausen 1991
  • Was gültig ist, muß nicht endgültig sein, Essen 1992

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