Lithiumacetat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Lithiumacetat ist das Lithiumsalz der Essigsäure mit der Halbstrukturformel CH3COOLi.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Lithiumion Acetanion
Allgemeines
Name Lithiumacetat
Andere Namen

Lithiumethanoat (IUPAC)

Summenformel C2H3LiO2
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser Feststoff (Dihydrat)[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 208-914-3
ECHA-InfoCard 100.008.105
PubChem 3474584
Wikidata Q416969
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05AN01

Eigenschaften
Molare Masse
  • 65,99 g·mol−1
  • 102,02 g·mol−1 (Dihydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,23 g·cm−3 (Anhydrat)[2]

Schmelzpunkt
  • 280–285 °C (Anhydrat)[3]
  • 56–58 °C (Dihydrat)[1]
Löslichkeit
  • gut in Wasser (408 g·l−1 bei 20 °C, Anhydrat)[3]
  • gut in Wasser (290 g·l−1 bei 20 °C, Dihydrat)[1]
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 264280305+351+338337+313403501[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Lithiumacetat kann durch Salzbildungsreaktion aus Lithiumhydroxid und Essigsäure hergestellt werden.[4]

Ebenso ist die Synthese aus Lithiumcarbonat und Essigsäure unter Entwicklung von Kohlendioxid möglich.[4]

Eigenschaften

Lithiumacetat ist im Handel üblicherweise als weißes Dihydrat mit der Formel CH3COOLi · 2 H2O erhältlich.[5] Das Dihydrat kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der Raumgruppe Cmm2 (Raumgruppen-Nr. 35)Vorlage:Raumgruppe/35 mit den Gitterkonstanten a = 686 pm, b = 1149 pm und c = 659 pm.[6] Das Anhydrat kristallisiert im triklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P1 (Nr. 2)Vorlage:Raumgruppe/2 mit den Gitterkonstanten a = 929 pm, b = 1213 pm und c = 676 pm sowie α = 101°, β = 100° und γ = 105°.[2]

Verwendung

Lithiumacetat wird als Puffersubstanz bei der Gelelektrophorese von DNA und RNA, bei der Transformation von Hefezellen durch die Lithiumacetat-Methode.[7] In der Psychiatrie wird es im Zuge der Lithiumtherapie verwendet.[8] Weiterhin dient es als Katalysator in der Polyesterproduktion, als Korrosionsschutzmittel in Polyphenylsulfidharzen und als Katalysator in der Produktion von Alkydharzen und Acrylpolymeren.[9]

Einzelnachweise

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