Lloyd Haynes

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Samuel Lloyd Haynes (* 19. Oktober 1934 in South Bend, Indiana; † 1. Januar 1987 in Coronado, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Drehbuchautor, der vor allem durch seine Hauptrolle in der Emmy-prämierten Fernsehserie Room 222 bekannt wurde. Einige Quellen geben als Geburtsdatum den 19. September 1934 an und als Todesdatum den 31. Dezember 1986.[1][2][3][4][5]

Leben

Haynes wurde 1934 in South Bend im US-Bundesstaat Indiana geboren und war der Sohn von Loquetta Ruth Thompson und Alfred Lloyd Haynes. Er hatte zwei Geschwister, Lauretta und Keith Anthony Haynes, und eine Halbschwester namens Mildred Ethel Hopkins. Nach seiner Schulzeit diente er von 1952 bis 1964 im United States Marine Corps; später war er zudem Public‑Affairs‑Officer der United States Navy Reserve im Rang eines Commanders (USNR). Während seiner aktiven Zeit beim Militär kam er während des Koreakriegs als auch während des Vietnamkriegs zum Einsatz. Haynes war Absolvent der San José State University und studierte nach seiner Militärlaufbahn Schauspiel am Film Industries Workshop und bei Actors West in Los Angeles.[6][7]

Er war insgesamt dreimal verheiratet. Vom 5. August 1961 bis März 1970 mit Alice Elizabeth „Betsy“ Ellis[8], vom 12. Juni 1971 bis Februar 1973 mit Saundra Lee Madariage (Burge) und vom 20. März 1983, bis zu seinem Tod, mit Carolyn Yvonne Giorella (Ingis), mit der er die gemeinsame Tochter Jessica (* 1982) hatte.[2][9]

Haynes war ein erfahrener Leichtflugzeugpilot und entwickelte ein Programm, um Minderheiten für die Luftfahrt zu gewinnen und auszubilden.

Haynes, der Anhänger des Bahaitums war, starb an den Folgen von Lungenkrebs im Alter von 52 Jahren und wurde im Eternal Hills Memorial Park in Oceanside beigesetzt. Er wurde von seiner dritten Ehefrau und seiner Tochter überlebt. Seine Kollegin aus Room 222, die Schauspielerin Denise Nicholas, war bei Haynes’ privater Beerdigung anwesend.[2][3][9][10]

Karriere

Haynes begann seine Karriere vor der Kamera im Jahr 1965. In der zweiten Pilotfolge von Raumschiff Enterprise, Die Spitze des Eisberges (englisch Where No Man Has Gone Before), spielte er den Kommunikationsoffizier Alden, wurde jedoch im darauffolgenden Jahr – als die Serie in Produktion ging – durch Nichelle Nichols als Lt. Uhura ersetzt.[11]

Seine Filmkarriere umfasste Rollen in Nur noch 72 Stunden (1968), Eisstation Zebra (1968), Einsatz im Pazifik (1971), Look What’s Happened to Rosemary’s Baby (1976), Ich bin der Größte (1977) und Black Tiger (1978).[2][4]

Es folgten zahlreiche Fernsehserien, darunter Batman, die Miniserie Harold Robbins’ 79 Park Avenue, Hotel, Der Denver-Clan als Richter Horatio Quinlan, Die grüne Hornisse, Auf der Flucht, FBI, Dr. med. Marcus Welby und Emergency!, als Captain Stone der Los Angeles County Fire Station 8 (Folge Equipment).[2][4][5]

Bekannt wurde er als Geschichtslehrer Pete Dixon in der fünf Staffeln umfassenden Fernsehserie Room 222, an der Seite von Denise Nicholas, Michael Constantine und Karen Valentine; er steuerte auch das Drehbuch zur Folge Lift, Thrust and Drag bei. Haynes und Valentine wurden für ihre Rollen im Jahr 1970 sowohl für den Emmy als auch für den Golden Globe nominiert und Haynes zum „Fernsehlehrer des Jahres“ ernannt.[6]

Trotz seiner Krebserkrankung wirkte Haynes bis kurz vor seinem Tod als Bürgermeister, und ehemaliger Bezirksstaatsanwalt, Ken Morgan in der Fernsehserie General Hospital mit und pendelte für die Dreharbeiten zwischen Coronado bei San Diego und Hollywood. Neben seiner Arbeit als Schauspieler war er auch in Werbespots zu sehen, so 1969 für Excedrin.[9][12]

Im deutschen Sprachraum wurde Haynes unter anderem von Donald Arthur, Michael Brennicke, Michael Chevalier, Gernot Duda, Wilfried Freitag, Norbert Gastell, Norbert Gescher, Klaus-Peter Kaehler, Henry König, Harald Pages, Jürgen Scheller, Karl Schulz und Manfred Tümmler synchronisiert.[13]

Nominierungen

  • 1970: Golden Globe in der Kategorie „Best TV Actor – Drama“ für Room 222
  • 1970: Primetime Emmy in der Kategorie „Outstanding Continued Performance by an Actor in a Leading Role in a Comedy Series“ für Room 222
  • 2006: TV Land Award in der Kategorie „Teacher of the Year“ für Room 222 (posthum)

Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Los Angeles Times (Hrsg.): Lloyd Haynes. 3. Januar 1987, S. D7:4 (englisch).
  • Associated Press (AP): Lloyd Haines, 52, a TV Actor and a Co-Star of ‘Room 222’. Hrsg.: The New York Times. 5. Januar 1987 (englisch).
  • Variety (Hrsg.): Lloyd Haynes. 7. Januar 1987, S. 150:4 (englisch).
  • Eric Niderost: Lloyd Haynes (März 1988). Hrsg.: Starlog. Band 11, Nr. 128, 1988, S. 61 (englisch).
Commons: Lloyd Haynes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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