Locminé

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Locminé (bretonisch: Logunec'h) ist eine französische Gemeinde mit 4773 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Morbihan in der Region Bretagne.

Schnelle Fakten Logunec'h ...
Locminé
Logunec'h
Locminé (Frankreich)
Locminé (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Bretagne
Département (Nr.) Morbihan (56)
Arrondissement Pontivy
Kanton Grand-Champ
Gemeindeverband Centre Morbihan Communauté
Koordinaten 47° 53′ N,  50′ W
Höhe 69–153 m
Fläche 4,86 km²
Einwohner 4.773 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 982 Einw./km²
Postleitzahl 56500
INSEE-Code
Website www.mairie-locmine.fr
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Geographie

Locminé liegt im Zentrum des Départements Morbihan und gehört zum Pays de Pontivy.[1]

Nachbargemeinden sind Moréac im Norden, Bignan im Osten, Moustoir-Ac im Süden sowie Plumelin im Westen.

Locminé ist Schnittpunkt zahlreicher Straßen. Nördlich der Gemeinde führt die N 24 vorbei. Bei Locminé gibt es gleich drei Anschlüsse/Teilanschlüsse an diese.

Das Flüsschen Tarun fließt in südwestlicher Richtung durch die Gemeinde und bildet streckenweise die Gemeindegrenze zu Plumelin. Erwähnenswert ist auch der drei Hektaren große Teich Étang du Bois d'Amour.

Bis 1947 war Locminé ein kleiner Bahnknoten der Chemins de fer du Morbihan, die hier ihre Werkstätten hatte.

Geschichte

Die Gemeinde gehört historisch zur bretonischen Region Bro-Gwened (frz. Vannetais) und innerhalb dieser Region zum Gebiet Bro Baod (frz. Pays de Baud) und teilt dessen Geschichte. Seit 1793 ist Locminé Hauptort eines eigenen Kantons.[2] Während der Chouannerie, eines Aufstands königstreuer katholischer Christen in der Bretagne im Kontext der Französischen Revolution, war Locminé 1796 und 1799 Schauplatz zweier Schlachten (Batailles de Locminé) zwischen chouans und republikanischen Truppen.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920062019
Einwohner24422675339634243346343039224505

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Saint-Sauveur, eingeweiht an Weihnachten 1975, mit Resten der Fassade der Vorgängerkirche Saint-Colomban aus dem 16. Jahrhundert (Monument historique[4])
  • Kapelle Notre-Dame-du-Plasquer aus dem 16. Jahrhundert bei der Place du Vieux-Marché
  • Pfarrhaus der Kirche Saint-Colomban aus dem 18. Jahrhundert
  • Kalvarienberg Calvaire de la Vraie-Croix aus dem 20. Jahrhundert (Nachbildung; Original aus dem 18. Jahrhundert) im gleichnamigen Ortsteil
  • Kalvarienberg Calvaire du Pont-du-Chat aus dem 16. Jahrhundert beim Bürgermeisteramt im Zentrum von Locminé
  • Lavoir aus dem 18. Jahrhundert in der Rue Alain-LeSage
  • Brunnen Saint-Colomban (heutzutage fontaine blanche, Weißer Brunnen, genannt) aus dem Jahr 1631 auf der Place Joseph-Richard
  • Brunnen aus dem 19. Jahrhundert auf dem Square Placide-Kerrand
  • Überreste eines Beinhauses auf dem Dorffriedhof
  • Wassermühle in Kerlevenez
  • Ateliers Jan aus dem 19. Jahrhundert; hier wurden alle Schleusen für den Canal de Nantes à Brest gefertigt

Quelle:[5]

Städtepartnerschaften

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Morbihan. Flohic Editions, Band 1, Paris 1996, ISBN 2-84234-009-4, S. 481–483.

Einzelnachweise

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