Loich

Gemeinde im Bezirk St. Pölten, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Loich ist eine österreichische Gemeinde mit 536 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Pölten im Bundesland Niederösterreich.

Blick von der Leopoldwarte auf Loich
Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Loich
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Loich
Loich (Österreich)
Loich (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten (Land)
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 24,52 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 15° 24′ O
Höhe: 449 m ü. A.
Einwohner: 536 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3211
Vorwahl: 02722
Gemeindekennziffer: 3 19 20
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Loich 5
3211 Loich
Website: loich.gv.at/
Politik
Bürgermeisterin: Sabine Moser (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
10
5
10 5 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Loich im Bezirk St. Pölten (Land)
Lage der Gemeinde Loich im Bezirk St. Pölten (anklickbare Karte)GerersdorfKirchstettenMichelbachWeinburgWilhelmsburg
Lage der Gemeinde Loich im Bezirk St. Pölten (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW
Loich nach einer Ansichtskarte um 1910

Geografie

Loich liegt im Mostviertel etwa 30 Kilometer südwestlich der Bezirks- und Landeshauptstadt St. Pölten. Das Gebiet gehört zu den Türnitzer Alpen, einer Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen.

Die Fläche der Gemeinde umfasst 24,52 Quadratkilometer, davon sind 65 Prozent bewaldet, 32 Prozent entfallen auf landwirtschaftliche Nutzflächen.[1]

Ausdehnung des Gemeindegebietes

Das Gebiet der Gemeinde Loich reicht von der Pielach im Norden bis zur Wasserscheide der Pielach und der Traisen im Süden. Im Westen, Süden und Osten ist die Gemeinde von den natürlichen Grenzen des vom Loichbach gebildeten Tales begrenzt. Der tiefste Punkt liegt mit 397 m ü. A. im Gemeindeteil Dobersnigg, wo die Pielach das Gemeindegebiet verlässt. Die höchsten Erhebungen sind der Eisenstein mit 1185 m ü. A. im Südosten sowie der Schwarzenberg mit 1033 m ü. A. im Osten des Gemeindegebietes.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Dobersnigg (41)
  • Hammerlmühlgegend (17)
  • Loich (202)
  • Loicheckgegend (45)
  • Oedgegend (20)
  • Rehgrabengegend (42)
  • Schroffengegend (70)
  • Schwarzengrabengegend (21)
  • Siedlung (78)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Loich.

Nachbargemeinden

Kirchberg an der Pielach
Frankenfels Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Schwarzenbach an der Pielach Türnitz (LF)

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Die erste urkundliche Erwähnung von Loich erfolgte im Jahr 1307 als Levch in einer Urkunde des Stiftes Lilienfeld. Der Name ist indogermanischen Ursprungs und bedeutet „weiß, hell glänzend“.

Zur eigenständigen Pfarre erhoben wurde Loich im Jahr 1784, als es von Kirchberg getrennt wurde. Die ersten Aufzeichnungen über eine Schule stammen aus 1801.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Loich: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
572
1880
 
573
1890
 
555
1900
 
578
1910
 
603
1923
 
645
1934
 
640
1939
 
628
1951
 
614
1961
 
602
1971
 
656
1981
 
661
1991
 
653
2001
 
669
2011
 
607
2021
 
571
2025
 
536
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Loich
  • Katholische Pfarrkirche Loich hl. Nikolaus
  • Heimatmuseum: Das Heimatmuseum des Kultur- und Heimatvereines Loich ist teils ein Freilichtmuseum, bestehend aus einem Dörrhaus, einem Presshaus, der Pichl-Mühle und der Heimatstube. In der Mühle kann der Mahlvorgang vom Korn zum Mehl vorgeführt werden. Zudem können unter anderem alte bäuerliche Gerätschaften über Obstbau und Verarbeitung, Geräte zur Woll-, Hanf- und Flachsverarbeitung, Geräte und Dokumente über Kohleabbau und eine Mineraliensammlung besichtigt werden.
  • Kaiser-Jubiläumsbrunnen: Von der Gemeinde Loich anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Kaiser Franz Joseph errichtet

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Pielachtaler Moststube im Ortsteil Dobersnigg in der Nähe das Bahnhofes Loich (2018)

Im Jahr 2011 gab es 149 Arbeitsplätze in Loich, 61 in der Landwirtschaft, 62 im Produktionssektor und 26 im Dienstleistungssektor.[4] Wohnhaft waren in Loich 302 Erwerbstätige. Davon arbeiteten 91 in der Gemeinde, siebzig Prozent pendelten aus.[5]

Bildung

In Loich befindet sich ein Kindergarten[6] und eine Volksschule.[7]

Verkehr

Bahnhof Loich (2018)

Das Gemeindegebiet von Loich liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen und ist nur über die im Tal des Loichbaches verlaufende Landesstraße erreichbar, die im Gemeindeteil Dobersnigg von der Pielachtal Straße (B 39) abzweigt. Über die B 39 besteht eine Anbindung an die Bezirks- und Landeshauptstadt St. Pölten sowie die West Autobahn (A 1) in ca. 30 km Entfernung.

Im Norden des Gemeindegebietes verläuft die Mariazellerbahn entlang der Pielach. Im Gemeindeteil Dobersnigg befindet sich die Haltestelle Loich. Von hier bestehen stündliche Regionalzug-Verbindungen nach St. Pölten.

Politik

Gemeinderat

Bürgermeister

  • 1964–1987 Alois Hösl,
  • 1990–2000 Wilhelm Nestelberger
  • 2000–2024 Anton Grubner
  • Seit 2024 Sabine Moser (ÖVP)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, Viertel Ober-Wienerwald (heute etwa Mostviertel), 7. Band: Schwerbach-Gegend (Herrschaft Kirchberg) bis Weissenbach, Wien 1837 (Online-Version).
  • Monika Bobak: 700 Jahre Loich – Gemeindechronik Loich, erstellt anlässlich der 700-Jahr-Feier. Gemeinde Loich, 2007
Commons: Loich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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