Lolita Chammah

französische Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Lolita Chammah (* 1. Oktober 1983 in Paris) ist eine französische Schauspielerin.

Lolita Chammah (2015)

Leben

Lolita Chammah ist die Tochter des libanesischen Filmproduzenten Ronald Chammah und der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert. Sie wuchs in Paris auf, wo sie ihre Eltern von klein auf auch zu Dreharbeiten begleitete. Bereits im Alter von vier Jahren spielte Lolita Chammah in dem 1988 erschienenen und von Claude Chabrol inszenierten Drama Eine Frauensache die Filmtochter ihrer Mutter und debütierte dabei an der Seite von François Cluzet und Dominique Blanc auf der Leinwand.[1] Im Alter von acht Jahren verkörperte sie in Malina (Regie: Werner Schroeter) ihre eigene Mutter als Kind.[2]

Lolita Chammah (2008)

Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Schauspiel am Konservatorium im 5. Arrondissement in Paris und am Théâtre national de Strasbourg.

Auch im französischen Film Copacobana trat Chammah als Filmtochter ihrer eigenen Mutter auf. Die Überschneidung zwischen Arbeit und Privatleben versucht sie dennoch so gering wie möglich zu halten. Ähnlich wie Chiara Mastroianni, die (in Die Liebenden – von der Last, glücklich zu sein) ebenfalls die Filmtochter ihrer leiblichen Mutter Catherine Deneuve spielte, legt Chammah großen Wert darauf, unabhängig von ihrer berühmten Mutter als Künstlerin wahrgenommen werden.[3]

In den frühen Jahren ihrer Schauspielkarriere wirkte Chammah überwiegend bei Komödien sowie einigen Dramen mit. In Filmen wie Barrage und Cherry Pie erhielt sie zunehmend die Möglichkeit, sich als geheimnisvolle, suchende Frau in Charakterrollen zu etablieren.[1]

Chammah hat einen Sohn, Gabriel Merz Chammah, der sie im Alter von acht Jahren zu den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2021 begleitete.[4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1988: Eine Frauensache (Une affaire de femmes)
  • 1991: Malina
  • 1999: Modern Life (La Vie moderne)
  • 2003: Drei Männer und ein Baby. 18 Jahre später (18 ans après)
  • 2004: Der Feind in meinem Herzen (L’Intrus)
  • 2004: La Vie d’artiste
  • 2008: Das Büro Gottes (Les Bureaux de Dieu)
  • 2009: Montparnasse
  • 2010: Copacabana
  • 2012: Um Bank und Kragen (Bankable)
  • 2012: Leb wohl, meine Königin! (Les Adieux à la reine)
  • 2012: Meine erste Liebe (Ma première fois)
  • 2013: Cherry Pie
  • 2014: Gaby Baby Doll
  • 2014: Les Gazelles
  • 2015: Anton Tchékhov 1890
  • 2015: The Art Dealer (L’Antiquaire)
  • 2016: Die Ungezähmte (L’Indomptée)
  • 2017: Barrage
  • 2017: Schräge Vögel (Drôles d’oiseaux)
  • 2018: Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit (At Eternity’s Gate)
  • 2020: Ein leichtes Mädchen (Une fille facile)
  • 2021: Soul of a Beast
  • 2022: Das Purpursegel (L’Envol)
  • 2022: Eo
  • 2022: Forever Young (Les Amandiers)
  • 2022: Libre Garance!
  • 2022: Der Schatten von Caravaggio (L’ombra di Caravaggio)
  • 2023: Transatlantic (Fernsehserie)
  • 2023: Le Voyage en pyjama
  • 2023: Le Consentement
  • 2025: In the Hand of Dante
  • 2025: L’Affaire Bojarski
  • 2025: Carême (Fernsehachtteiler)

Einzelnachweise

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