Lore Kramer
deutsche Künstlerin
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Lore Kramer (* 10. August 1926 in Berlin als Lore Koehn; † 22. März 2026 in Frankfurt am Main)[1] war eine deutsche Designerin im Bereich Keramik.
Leben
Geboren 1926 als Lore Koehn, wollte sie eigentlich Bildhauerin werden. Ihr Weg führte aus dem Kunststudium über eine Steinmetzlehre und eine Ausbildung zur Töpferin. An der Landeskunstschule Hamburg wurde sie schließlich über Otto Lindig vom Bauhausgedanken geprägt. Zu ihren weiteren Mentoren zählten die Künstler Gerhard Marcks und Joseph Jaeckel. Kramers weiteres Wirken ist eng mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main (früher Werkkunstschule) verbunden, wo sie ab 1956 zunächst als Dozentin für Keramik, dann bis 1988 als Professorin für Designgeschichte lehrte und forschte. 1961 heiratete sie den Frankfurter Architekten und Designer Ferdinand Kramer, mit dem sie drei Kinder hatte. Am 22. März 2026 verstarb die Gestalterin Lore Kramer im Alter von 99 Jahren in Frankfurt am Main.[2]
Wirkung
In Anerkennung ihrer Leistungen rückte Lore Kramer 1992 in den Vorstand des Bauhaus-Archivs auf. Nach 2000 trat sie in der Forschung aus dem vermeintlichen Schatten ihres Mannes heraus. Das Frankfurter Museum für angewandte Kunst feierte 2018 mit einer eigenen Ausstellung Kramers Lebenswerk. Neben ihrem guten Auge für Glasuren stand sie auch für die soziale Seite des Designs. In ihrer Werkliste finden sich um 1970 innovative und praktisch gedachte Entwürfe für das Unternehmen Wächtersbach wie ein Junggesellengeschirr oder andere stapelbare Modelle. Zuletzt verfasste Lore Kramer auch Veröffentlichungen zur Wirkungsgeschichte des Neuen Frankfurt.
Literatur
- Kramer, Lore: Das Altersheim der Henry und Emma Budge-Stiftung in Frankfurt am Main - Intention und Realität, Weimar 2007.
- Kramer, Lore: Zum sozialen Wohnungsbau im neuen Frankfurt, Weimar 2007.
- Lore Kramer - ich konnte ohne Keramik nicht leben, Ausstellungskatalog 2018, hg. vom Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Stuttgart 2019.
Weblinks
- Literatur von und über Lore Kramer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek