Lorgnon
Brillengläser mit Griff
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Diese Seite behandelt das gestielte Einglas „Lorgnon“, für das gestielte Zweiglas siehe „Lorgnette“
Das Lorgnon (IPA: , , eine Entlehnung aus dem Französischen, von lorgner = „anstarren“, „hingucken“, „lugen“) ist ein monokulares Brillenglas, vorwiegend genutzt für den Blick in die Ferne. Es war eine modische Bezeichnung im 19. Jh. für das, seit Mitte des 13. Jh. bereits bekannte, gestielte Einglas. Aber auch lose Eingläser (mit und ohne Randeinfassung) und Monokel ohne stielförmigen Griff wurden in Fachpublikationen und Herstellerkatalogen oft als Lorgnon bezeichnet. Parallel zum Lorgnon gab es, in die Kategorie Brille gehörend, das binokulare Zweiglas Lorgnette. Lupen haben oft ein ähnliches aussehen, werden aber nicht nah am Auge platziert, sondern nah am zu betrachtenden Gegenstand. Anfang des 20. Jh. verschwanden, bis auf das Monokel, alle Arten von manuell vor das Auge zu haltende Sehhilfen.[1][2]
- 1352 Italien, 1. Darstellung eines gestielten Einglases
- 1787 England,
„Lawyers and Countryman“